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Per Fahrstuhl zum „Süd-Blick“

Die Radeberger Wohnungsbaugenossenschaft investiert kräftig. Auch in ein spannendes Farbkonzept.

© Anne Pietag

Von Jens Fritzsche

Radeberg. Sie wird sich jetzt noch öfter auf den Weg in die Waldstraße machen, verrät Martlen Beck. Hier, in der Nummer neun, wohnt ihre Bekannte. Und die beiden Seniorinnen treffen sich regelmäßig. „Aber jetzt schaue ich noch öfter vorbei, weil ich unbedingt diese herrliche Aussicht genießen will“, sagt Martlen Beck schmunzelnd. Die Radebergerin war nämlich gestern die Erste, die den neu eingebauten Aufzug in der Waldstraße nutzen konnte – und dieser Aufzug ist ein gläserner mit besten Aussichten auf den Radeberger Süden also.

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Dank an die Mieter

Rund 4,5 Millionen Euro investiert die Wohnungsbaugenossenschaft Radeberg derzeit in die Modernisierung der Häuser Waldstraße 9 bis 19. Dazu gehören neben den Aufzügen auch neue, größere Balkons und ein spannendes Farbkonzept. Die ersten drei Eingänge sind jetzt fertig, „und es ist wunderschön geworden“, kommt auch Genossenschafts-Chefin Susann Sembdner richtig ins Schwärmen. Natürlich probierte auch sie den neuen Aufzug aus – bevor sie dann gemeinsam mit ihren Mitarbeitern jede Menge Tafeln Merci-Schokolade verteilte. Als kleines Dankeschön an die Mieter, die seit Januar mit dem Bau und allem was dazu gehört leben mussten. „Acht Monate waren das, aber ich hoffe, wenn die Mieter dann spätestens im nächsten Sommer auf ihren Balkons sitzen und auf die neu gestalteten Außenanlagen schauen, dann ist alles vergessen“, blickt die Genossenschafts-Chefin voraus. Denn die Außenanlagen müssen noch ein bisschen warten, zunächst haben die Bauleute noch an den Eingängen bis zur Nummer 19 eine Menge zu tun.

Aber auch die Balkone sind echte Hingucker geworden. Und vor allem größer. „Jetzt können sich hier endlich mal zwei Leute nebeneinander an einen Tisch setzen“, freut sich Susann Sembdner. Die Balkone tragen im Übrigen die gleichen Farben, wie die Hauseingänge und Blumenmotive zieren die gläsernen Brüstungen. Denn jeder Eingang, jeder Aufzug und eben die Balkons sind mit einer eigenen Farbe gestaltet. Und jeder Hauseingang hat jetzt einen eigenen Namen bekommen. Pflanzennamen, die sich an der nahen Heide orientieren. Die Nummer neun ist mit einem freundlichen Lila gestaltet und trägt den Namen „Vergiss mein nicht“.

Vier Kreise, vier Etagen

Im Treppenhaus sind die Blumen dann auch auf großen, farbenfrohen Bildmotiven zu sehen. Und zur besseren Orientierung sind nun auch die Etagennummern durch eine wirklich interessante Gestaltungsidee zu erkennen. Vier Kreise, die für vier Etagen stehen – im Erdgeschoss sind sie leer, in der ersten Etage ist einer der Kreise lila „ausgemalt“, in der vierten Etage dann alle vier Kreise. „Das hilft zum Beispiel Kindern, sich gut zu orientieren“, beschreibt die Genossenschafts-Chefin.

Insgesamt 110 Wohnungen werden bis Jahresende nun durch die Aufzüge besser zu erreichen sein; und überhaupt ist dann alles viel farbenfroher und moderner als bisher. Der Wohnkomplex an der Waldstraße ist 1970 gebaut und Mitte der 1990er Jahre erstmals grundlegend saniert worden. Und wegen der Lage direkt am Rand der Dresdner Heide sind die Wohnungen hier sehr gefragt, „auch, wenn es sich hier von der Größe her um die typischen DDR-Dreiraum-Wohnungszuschnitte handelt“, verweist Susann Sembdner auf die knapp 60 Quadratmeter Wohnfläche. „Deshalb haben wir die Chance genutzt, insgesamt vier Wohnungen nun zu zwei großen zusammenzulegen, die jetzt 120 Quadratmeter Fläche haben.“ Vor allem für Familien mit Kindern ist das interessant. Und auch die können sich nun an der Aussicht aus dem gläsernen Aufzug freuen …