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Personaldebatte um Wirtschaftsförderer

Freitals Stadträte sind sich uneins, ob eine neue Stelle geschaffen werden soll. Dabei geht es um viel Know-how für die Zukunft.

© dpa

Von Tobias Winzer

Großes Glück kann so klein sein

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Freital. Die Freitaler wollen den derzeitigen Wirtschaftsboom nicht sich selbst überlassen, sondern gezielt um Unternehmen und Ansiedelungen werben. Da sind sich die Stadträte einig. Doch strittig ist, wie das geschehen soll und vor allem, wer dafür zukünftig zuständig ist. Seit Monaten wird nun schon über die Ausrichtung der Wirtschaftsförderung diskutiert, so auch kürzlich in der Sitzung im Stadtrat. Abermals ging man anschließend ohne Ergebnis auseinander.

Die Stadtverwaltung hatte den Vorschlag gemacht zu prüfen, inwieweit Fördermittel für einen sogenannten Transferassistenten beantragt werden könnten. Dieser sollte bei einer städtischen Gesellschaft, vorzugsweise dem Technologie- und Gründerzentrum Freital, angestellt werden. Allerdings ist dessen Betätigungsfeld beschränkt. Vorzugsweise darf er nur kleine und mittelständische Unternehmen beraten und dabei assistieren, beispielsweise neue Verfahren umzusetzen oder neue Produkte einzuführen.

„Wir denken aber an ein breiteres Spektrum“, sagte Frank Gliemann (Freie Wähler). Auch dem CDU-Fraktionsvorsitzenden Martin Rülke ist die Position eines Transferassistenten zu wenig: „Wir brauchen eine Schnittstelle zwischen Verwaltung und Unternehmen.“ SDP-Stadtrat Klaus Wolframm schlug vor, es erst einmal mit einem Transferassistenten in einer städtischen Gesellschaft zu versuchen. „Dort kann man das testen und später immer noch mehr daraus machen.“

AfD-Vertreter Norbert Mayer war ganz gegen die Stelle eines Wirtschaftsförderers. „Wir werden einem weiteren Personalaufbau nicht zustimmen.“ OB Uwe Rumberg hielt entgegen, dass schon Monate über die Problematik diskutiert werde. Am Ende waren sich zwar alle einig, das Wirtschaftsförderung wichtig sei. Über die Umsetzung aber wolle man noch einmal in Ausschüssen diskutieren. Der Antrag, Zuschüsse für einen Transferassistenten zu beantragen, wurde abgelehnt. (SZ/hey)