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Dresden

Peter Maffay kommt nach Dresden

Ob sich nach seinen Hits beim Semperopernball walzen lässt, bleibt eine spannende Frage. Die E-Gitarren will der Sänger jedenfalls zuhause lassen.

Peter Maffay gibt zu: Er hätte ihn gern geschrieben, den Hit „Über sieben Brücken“. Hat er leider nicht. Aber er singt ihn – am 7. Februar in der Semperoper,
Peter Maffay gibt zu: Er hätte ihn gern geschrieben, den Hit „Über sieben Brücken“. Hat er leider nicht. Aber er singt ihn – am 7. Februar in der Semperoper, © Marion Doering

Bis jetzt hatte es jeder drauf. Zwar gab es immer mal wieder fragende Blicke, wenn Ballchef Hans-Joachim Frey den Künstler verkündete, der zum Semperopernball das Mitternachtskonzert geben wird. Ina Müller zum Beispiel war eine Kandidatin, die verwunderte. Sie singt, ist unterhaltsam. Aber kann sie auch Semperopernball? Semino Rossi war nicht gerade als Stimmungskanone bekannt. Anders als Andreas Gabalier. Bei ihm wiederum fragte man sich: Samt und Krachlederne, wie wird das zusammengehen?

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Am Ende hat es immer gepasst, so unterschiedlich die Musiker auch waren. Am Mitternachtsakt des 15. Semperopernballes gibt es musikalisch nichts zu bezweifeln: Den Laden rocken kann einer wie Peter Maffay ganz sicher. Die Frage ist: Will er das? „Wir werden ein Konzert a la MTV Unplugged geben“, kündigt der Sänger mit Bezug auf die legendäre Konzertreihe des US-amerikanischen Musiksenders an. Anders als sonst, werde er die E-Gitarren zuhause lassen. Ob er auf diese Weise den Saal zum Tanzen bringt? So ganz sicher scheint sich Peter Maffay da auch nicht zu sein. Aber er kündigt all die alten Hits an, und die dürften ins Ohr und in die Füße gehen.

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Wobei es dem Künstler am wichtigsten ist, dass seine Texte die Köpfe und Herzen des Publikums erreichen. Betroffen spricht er die Geschehnisse in Halle an, eine Stadt, in der er regelmäßig auftritt. Maffay mahnt: „Wenn wir uns jetzt politisch, gesellschaftlich und ökologisch nicht bewegen, hinterlassen wir eine Welt, die nicht mehr lebenswert ist.“ Von sich und seinen Künstlerkollegen fordert der 70-Jährige politische Positionierung: „Das Publikum hat ein Recht darauf zu wissen, wo der Mensch auf der Bühne eigentlich steht.“ Auch solche Themen könne man in der festlichen Atmosphäre eines Semperopernballes mal ansprechen.

Worüber ebenfalls zu sprechen wäre: die Moderatorin. Noch ist unklar, welche Dame Roland Kaiser an seiner Seite haben wird, wenn er am 7. Februar durchs Programm führt. Das Geheimnis will Ballplaner Frey am 22. Oktober lüften. Kein Mysterium indes ist der traditionelle Tanz der Debütanten. Den wird es auch dieses Mal wieder geben. Wer dabei sein will, zwischen 16 und 29 Jahre alt und tänzerisch nicht unbegabt ist, sollte am 11. Oktober, 19 Uhr, zum Casting im Dresdner Landesfunkhaus gehen. Anmeldungen sind im Internet unter www.mdr.de/semperopernball möglich.