merken

Dresden

Petition gegen eine breitere Königsbrücker

Eine Dresdner Bürgerinitiative übergibt knapp 5.000 Unterschriften zu den Ausbauplänen an die Landesdirektion.

Die Königsbrücker ist die Hauptschlagader des Dresdner Nordens. Nun soll die viel befahrene Straße ausgebaut werden. Doch es nicht alle unterstützen die Baupläne. © René Meinig

Von Isabell Köhler

Dresden. Der Ausbau der Königsbrücker Straße wird jetzt vorbereitet. Geplant ist, den knapp 1,5 Kilometer langen Abschnitt zwischen Stauffenbergallee und Albertplatz zu sanieren. Gebaut werden soll ein eigenes Gleisbett für die Straßenbahn, daneben gibt es je eine Fahrspur und einen Radstreifen. Allerdings ist das nicht durchgängig so geplant. Zwischen Katharinenstraße und Bischofsweg müssen sich Autos und Bahnen eine Spur zugunsten von Gehwegen teilen. Damit wollte die Stadt alle Interessen berücksichtigen und dennoch den Verkehr nicht ausbremsen. Teilweise wird die Königsbrücker viel breiter.

Anzeige
Symbolbild Anzeige

Die große SZ-Frühjahrsauktion startet

Bald geht es wieder los: Jetzt fleißig mitbieten und sparen – bei der großen SZ-Auktion.

Die Bürgerinitiative „Königsbrücker muss leben“ wehrt sich gegen den breiteren Ausbau der Fahrbahn. Am Mittwoch kamen mehrere Vertreter in die Landesdirektion. Jürgen Thauer, Mitgründer der Initiative, übergab dort die knapp 5 000 Unterschriften. Die Mitglieder lehnen ab, dass zugunsten der breiteren Trasse die Bäume gefällt werden und die Vorgärten der Anwohner weichen müssen. Sie beschweren sich ebenfalls darüber, dass an einigen Stellen der Gehweg schmaler wird. „Wo sich viele Menschen aufhalten, muss auch Platz neben der Straße für Fußgänger, Radfahrende, Bäume, Gastronomie und Einzelhandel sein“, sagt Martin Schulte-Wissermann, Pressesprecher der Bürgerinitiative. Für die Protestierer steht nicht das Auto, sondern der Mensch im Vordergrund.

Weiterführende Artikel

Symbolbild verwandter Artikel

Wann der Bau der Königsbrücker  beginnt

Der Bauantrag für die Straße in Dresden ist komplett. Jetzt können die Bürger aber noch Einspruch erheben.

Symbolbild verwandter Artikel

Kritiker sehen Konflikte an der Königsbrücker

Straßenbahn und Autos behindern sich nach dem Ausbau besonders an einer Stelle, sagt Stadtrat Holger Zastrow.

Bürger können noch bis 20. März Einwendungen gegen die Pläne zum Ausbau erheben oder sich dazu äußern. Schriftlich ist das bei der Landesdirektion Sachsen, 09105 Chemnitz, oder der Dienststelle 01099 Dresden, Stauffenbergallee 2, oder im Straußenbauamt möglich. Jeder Einwand muss beantwortet und gegebenenfalls in die Pläne eingearbeitet werden. Im Anschluss folgt ein Erörterungstermin, der rechtzeitig bekannt gemacht wird. Dabei kann jeder sagen, ob er mit der Antwort zufrieden ist oder nicht. Dadurch wird sich der angesetzte Baustart für 2021 wohl noch nach hinten verschieben. Insgesamt dauert der Ausbau je nach Aufwand zwei bis zweieinhalb Jahre.