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Pferdestall brennt komplett nieder

Auch ein Großaufgebot der Feuerwehr kann das Gebäude in Mügeln nicht mehr retten. Die Tiere haben Glück im Unglück.

© Feuerwehr Mügeln

Von Frank Korn

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Mügeln. Im Mügelner Ortsteil Niedergoseln ist am späten Mittwochabend ein Pferdestall bis auf die Grundmauern niedergebrannt. Ein Lkw-Fahrer, der auf der S 31 an dem Brand vorbei fuhr, informierte die Polizei gegen 20 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt muss der Stall schon in Flammen gestanden haben. Danach seien mehr als 80 Einsatzkräfte der umliegenden Feuerwehren alarmiert worden. Alle 20 Pferde retteten sich selbstständig ins Freie. Die Tiere warteten unverletzt auf dem Gelände. Zur Brandursache konnte die Polizei zunächst keine Angaben machen, auch die Schadenshöhe ist noch unklar. Am Donnerstag waren Ermittler der Polizei vor Ort, um mehr über die Ursachen des Feuers herauszufinden.

Während der Brandbekämpfung musste die S 31 komplett gesperrt werden. Weiterhin entwickelte sich während des Löschens starker Rauch. Deshalb veröffentlichte die Polizei noch in der Nacht über die sozialen Medien von Twitter und Facebook eine Warnmeldung mit der Bitte, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Im Nachgang wurde allerdings klar, dass der Rauch keine giftigen Dämpfe enthielt. Damit war die Warnmeldung einzig als Vorsichtsmaßnahme zu verstehen. Die Feuerwehr konnte den Brand weitestgehend löschen. Die Löscharbeiten wurden dadurch erschwert, dass auf dem Dach des Stalles eine Photovoltaikanlage verbaut worden war. Das eingestürzte Dach der Halle wurde mittels Radlader beräumt, um alle Glutnester löschen zu können. „Im Einsatz waren alle Fahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehr Mügeln sowie der Wehren Oschatz, Niedergoseln, Schweta, Wermsdorf, Ostrau und Sornzig“, sagte der Mügelner Wehrleiter Ingo Fischer. Insgesamt seien 16 Fahrzeuge und 88 Kameraden vor Ort gewesen. Die Freiwillige Feuerwehr Ostrau war mit sieben Kameraden und zwei Fahrzeugen am Einsatzort, wie der stellvertretende Wehrleiter Tom Kunath bestätigte. Gegen 3 Uhr war der Einsatz zunächst beendet.

6.25 Uhr wurde jedoch erneut Alarm ausgelöst, weil das Feuer wieder aufflammte. Zu diesem Einsatz wurden die Kameraden aus Mügeln und Niedergoseln gerufen.

„Das Gebäude wurde vollständig zerstört. Über Ursachen oder Schadenshöhe liegen mir noch keine Informationen vor“, sagte der Mügelner Bürgermeister Johannes Ecke (parteilos). Im sozialen Netzwerk Facebook wird zu Spenden aufgerufen. „Benötigt werden Heuballen sowie Pferdeutensilien wie Zaumzeug, Sattel, Decken“, heißt es in dem Aufruf.

„Herauszufinden, wie genau und warum es zu dem Brand gekommen ist, wird Aufgabe der Brandursachenermittler sein“, sagte Katharina Geyer, Sprecherin der Polizei Leipzig. Bisher sei noch vollkommen unklar, ob es sich um einen technischen Defekt oder eine Brandstiftung handeln könnte. „Personen, denen etwas Merkwürdiges am Mittwochabend in der Nähe des Pferdestalles aufgefallen ist, werden gebeten, sich bei der Kripo, unter der Telefonnummer 0341 96646666, oder bei jeder anderen Polizeidienststelle, zu melden“, so die Polizeisprecherin.