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Pfleger nach Tarifverhandlung enttäuscht

Die Vitanas-Angestellten haben wieder verhandelt. Sie bekommen mehr Urlaub – doch es gibt einen Streitpunkt.

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Bereits im März protestierten Vitanas-Mitarbeiter in Riesa für besseren Lohn und mehr Urlaub.
Bereits im März protestierten Vitanas-Mitarbeiter in Riesa für besseren Lohn und mehr Urlaub. ©  Sebastian Schultz/Archiv

Bautzen/Riesa. Ernüchtert haben die Pflegerinnen und Pfleger nach den Tarifverhandlungen das Vitanas-Pflegeheim in Bautzen verlassen. „Das Angebot fällt in den Nichts-Bereich“, erklärt Verdi-Gewerkschaftssekretärin Manuela Schaar nach den Gesprächen. Derzeit verdienen die Pflegefachkräfte in dem Heim 2 200 Euro brutto im ersten Jahr, nach sieben Jahren – in der höchsten Gehaltsstufe in dem Heim – sind es etwa 2 500 Euro brutto für eine Vollzeitstelle.

Eine Pflegerin ordnet ein: „Ich bin als Fachkraft ausgebildet, arbeite 35 Stunden und bin alleinerziehend. Ich muss von etwa 1 400 Euro netto leben.“ Am Donnerstag hat der Arbeitgeber nun ein Gehaltsangebot auf den Tisch gelegt. „Er bietet etwa 50 Euro mehr in der Endstufe“, sagt Manuela Schaar. „Damit befindet sich der Stundenlohn näher am Mindestlohn als am Tarifvertrag für den Öffentlichen Dienst.“ Entsprechend hoch sei die Streikbereitschaft, so erzählt es die Gewerkschaftssekretärin, wenn der Arbeitgeber beim nächsten Termin kein besseres Angebot vorlege.

Mit guter Stimmung waren die Angestellten am Donnerstagmorgen in die Gespräche gestartet. Sie bekommen schrittweise mehr Urlaub, darauf hatte sich die Tarifkommission schon beim letzten Verhandlungstermin in Riesa geeinigt: Die Verhandlungen werden für beide Einrichtungen gemeinsam geführt. Während die Pfleger bislang 28 Tage im Jahr Urlaub nehmen durften, dürfen sie ab 2020 30 Tage freinehmen. Auch auf einen Auszubildenden-Tarif hatte sich die Kommission bereits beim letzten Termin geeinigt. (SZ)