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Pfleger und Ärzte protestieren

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn kommt am Mittwoch nach Bautzen. Pfleger und Ärzte wollen mit einer Demo auf sich aufmerksam machen.

Pfleger und Ärzte im Landkreis Bautzen beklagen unter anderem, dass sie zu wenig Zeit für die Patienten haben. © Symbolfoto: Sven Ellger

Bautzen. Pfleger und Ärzte aus dem Landkreis Bautzen wollen am Mittwoch um 17 Uhr vor dem Bautzener Klinikum protestieren. Für diesen Tag haben sich die Protestbeteiligten entschieden, weil Bundesgesundheitsminister Jens Spahn am Abend seinen Besuch beim politischen Aschermittwoch der CDU in Bautzen angekündigt hat. Dem Klinikum selber stattet der Politiker nach Angaben des Ministeriums aber keinen Besuch ab.

Viele der Pfleger und Ärzte sind unzufrieden mit der derzeitigen Lage: Unter anderem, weil die Kassen Rechnungen oft nicht zahlen oder nachträglich infrage stellen, müssen die Krankenhaus-Angestellten immer mehr dokumentieren. Sie fühlen sich überlastet, ihnen fehlt die Zeit für die viele, ihrer Sicht nach unnütze, Papierarbeit. 

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Etwa ein Drittel der Arbeitszeit der Bediensteten werde allein für diese Schreibarbeiten benötigt. Zu kurz kommen dadurch die Patienten. Zudem würden viele Behandlungen, die die Ärzte vornehmen, am Ende gar nicht bezahlt. „Das Geld fehlt am Ende auf dem Krankenhauskonto“, sagt Oberlausitz-Kliniken-Geschäftsführer Reiner Rogowski. Etwa eine Million Euro büße das Krankenhaus jährlich durch nicht bezahlte Behandlungen ein.

Mit ihrem Protestaufruf richten sich die Pfleger und Ärzte des Bautzener Klinikums an alle Mitarbeiter von Krankenhäusern, Arztpraxen und in der Pflege Beschäftigten. (SZ/the)