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Pflegeversicherung soll verbessert werden

Berlin. Die Bundesregierung will nächste Woche Eckpunkte für eine Reform der Pflegeversicherung vorlegen. Das kündigte Sozialministerin Ulla Schmidt (SPD) gestern bei der Vorstellung der „Qualitätsoffensive Pflege“ in Berlin an.

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Berlin. Die Bundesregierung will nächste Woche Eckpunkte für eine Reform der Pflegeversicherung vorlegen. Das kündigte Sozialministerin Ulla Schmidt (SPD) gestern bei der Vorstellung der „Qualitätsoffensive Pflege“ in Berlin an. Bereits auf der Rentenklausur von Rot-Grün am Sonntag werde sie Vorschläge unterbreiten, orientiert an der Rürup-Kommission. Die schlägt vor, das Leistungsniveau der Pflegeversicherung regelmäßig anzupassen (Dynamisierung), den Beitragssatz von 1,7 Prozent langfristig zu stabilisieren und Beiträge der Rentner zu erhöhen. Außerdem will Rot-Grün den Ruf der Altenpflege aufbessern. Experten und Pflegedienste erarbeiten dazu in den kommenden zwei Jahren an einem Runden Tisch Maßnahmen, um Defizite auszuräumen, sagte Familienministerin Renate Schmidt (SPD).

Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden teilte gestern mit, soziale Dienstleistungen seien erheblich teurer geworden. Für die ambulante Behinderten- und Altenpflege mussten die Bundesbürger im September 2003 ein Viertel mehr bezahlen als drei Jahre zuvor. Die medizinische Betreuung in Alten- und Pflegeheimen kostet jetzt durchschnittlich 15 Prozent mehr. Da die Pflegeversicherung aber nicht mehr Geld erstattet, müssten dies die Menschen selbst bezahlen. (dpa)