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Pflichtsieg sorgt für Erleichterung

Die SG Pirna Heidenau setzt sich zu Hause gegen den HV Rot-Weiß Staßfurt mit durch.

© Marko Förster

Von Andreas Reiche

Gesund und Fit

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Pirna/Heidenau. Die Handballer der SG Pirna Heidenau haben sich den (Tor-)Frust sprichwörtlich von der Seele gespielt. Gegen den HV Rot-Weiß Staßfurt feierte das Team von Cheftrainer Dusan Milicevic beim 24:21 (12:10 den dritten Saison-Heimsieg. Die Erleichterung bei Mannschaft, Trainer, Vorstand und natürlich den Fans war nach dem Abpfiff deutlich spürbar. Geschäftsführer Uwe Heller wollte die Mannschaft zuvor eigentlich auf einen kleinen Umtrunk einladen: „Nein, nicht das Übliche, ich habe da eher an Zielwasser gedacht.“ Irgendwie fühlten sich nicht nur die Lok-Verantwortlichen zuletzt an den Song von Jürgen von der Lippe erinnert: „Trainer, ich treff´das Tor nicht.“ SG-Coach Milicevic sagte vor der Partie: „Im Training läuft das alles ganz anders.“ Mit großer Akribie hatte er die letzten Punktspiele ausgewertet und intensiv mit seinen Jungs an der Behebung der Pirnaer Torflaute gearbeitet. „Ich will nach diesen 24 Treffern nicht gleich von einem Torefestival sprechen, aber zumindest haben wir die richtigen Lehren aus den sechzig Minuten in Oberlosa gezogen.“

Mit dem Tabellenvorletzten Rot-Weiß Staßfurt reiste ein Team auf dem Sonnenstein an, dass den sächsischen Eisenbahnern in der aktuellen Phase nicht ganz ungelegen kam. „Immer, wenn es bei uns irgendwie nicht richtig läuft, kommen die Staßfurter“, sagte Heller. Das Team aus dem Salzlandkreis scheint der Lok, zumindest was die Ergebnisse betrifft, zu liegen.

Gäste-Trainer Sven Liesegang hatte freilich auf ein Ende der Pirnaer Serie gehofft und war vor dem Anwurf auch optimistisch: „Unsere Formkurve zeigt eindeutig nach oben und wir können auch richtig kämpfen.“ Die Statistik bestätigt die Aussage des HV-Trainers. Pirna (108 Zeitstrafen, 13 Disqualifikationen) und Staßfurt (88/14) liegen in dieser Wertung in der Spitzengruppe. Die 60 Minuten waren jedoch auch trotz der Bedeutung des Spiels mit je vier Zeitstrafen auf beiden Seiten recht fair geführt.

Vor 300 Zuschauern waren Srdjan Gavrilovic mit drei Treffern und Lok-Schlussmann Martin Dietze mit zwei sehenswerten Paraden die Protagonisten der ersten fünf Minuten (3:1). Die Gastgeber gerieten während der sechzig Minuten nie in Rückstand, verpassten es aber, beim 10:5 (20.) einen größeren Vorsprung mit in die Pause zu nehmen (12:10). „Leider haben wir nie an die Leistung unseres Heimspiels gegen Einheit Plauen anknüpfen können“, bedauerte Gäste-Trainer Liesegang. „Unsere Personaldecke war diesmal zu dünn. Den Ausfall von zwei, drei wichtigen Spielern kompensiert man ohnehin nicht so einfach.“

Die Hausherren vergrößerten im zweiten Abschnitt durch sehenswerte Treffer von Philipp Gildemeister, Robert Schulze und „Toto“ Schneider ihren Vorsprung deutlich (21:15/49.). „Ich hatte nie das Gefühl, dass wir diesen Vorsprung wie vor zwei Wochen noch einmal herschenken würden“, sagte Dusan Milicevic nach dem Abpfiff. Freude über den zwischenzeitlichen 8. Tabellenplatz war auch bei „Toto“ Schneider angesagt. Der Pirnaer Mannschaftskapitän baute mit weiteren fünf Treffern seine Führung in der Torschützenliste der Mitteldeutschen Oberliga auf 112 aus und blieb in dieser Partie ohne Zeitstrafe. „Ein völlig neues Gefühl“, merkte der Spielführer schmunzelnd an.

Nach einer zweiwöchigen Pause hat die SG Pirna Heidenau nun drei schwere Auswärtsaufgaben vor der Brust. Die ersten Punkte sollen am 24. Februar beim Schlusslicht HC Glauchau/Meerane eingefahren werden.