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Pfui Spinne!

Die Angst vor den Krabbeltieren schränkt viele Betroffene sehr stark ein. Wie ihnen geholfen werden kann, wird nun erforscht.

© dpa

Der Gang auf den Dachboden wird zur Qual. Das gerade bezogene Hotelzimmer wird hektisch durchsucht. Die hinterste Kellerecke wird gemieden. Wer Angst vor Spinnen hat, steht oft im Leben vor Problemen. Spinnenangst gehört zu den weltweit am häufigsten auftretenden Phobien. Eine Dresdner Studie will jetzt klären, was im Gehirn Betroffener vor sich geht, wenn sie auf die achtbeinigen Krabbeltiere treffen. Die Ergebnisse sollen helfen, wirksame Therapien zu entwickeln. Für die Studie werden jetzt Menschen mit Spinnenphobie gesucht.

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Es geht um die Bereiche im Gehirn, die für die Selbstkontrolle des Menschen zuständig sind. „Im MRT schauen wir uns diese Areale genau an“, erklärt Wissenschaftlerin Esther Seidl. Verglichen werden diese Aufnahmen mit denen von Teilnehmern ohne Angst vor Spinnen. Im Anschluss an weitere Befragungen und Experimente am Computer können die Teilnehmer mit einer diagnostizierten Spinnenangst kostenlos an einer speziellen Therapie teilnehmen. Dabei werden sie drei Stunden lang mit Spinnen konfrontiert. „Von der normalen Hausspinne bis zur Vogelspinne“, erklärt Esther Seidl. Jeder Teilnehmer bestimmt ganz allein, was er sich zutraut und wo für ihn Grenzen sind. Die Erfolgsrate, bei solch einer Therapie die Spinnenphobie loszuwerden, liegt bei 75 Prozent.

Danach wird im MRT noch einmal geschaut, wie sich die Kontrollfähigkeit nach der Therapie verändert hat. „Die Idealvorstellung ist, dass wir durch diese Analysen am Ende sagen können, wer von solch einer Therapie profitieren kann und wer nicht.“ Ob diese Ergebnisse dann auch auf andere Ängste angewandt werden können, müsse sich in Zukunft erst noch zeigen. (jam)

Für die Dresdner Spinnenangst-Studie gibt es 175 Euro Aufwandsentschädigung. Die Anmeldung ist möglich unter: www.sz-link.de/spinnenangst