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Löbau

PGE pflanzt Bäume in Turów und Belchatow

Das Unternehmen bemüht sich darum, die Braunkohlekraftwerke zu rekultivieren - bereits seit den 1950er Jahren.

© SZ-Archiv

Das polnische Energieunternehmen PGE als Betreiber der Tagebaue und Kraftwerke in Turow und Belchatow will die Flächen rekultivieren, auf denen der Braunkohleabbau abgeschlossen ist. So wurden seit Beginn des Kohleabbaus in den 1950er Jahren bis Ende des Jahres 2018 an beiden Standorten insgesamt an die 47 Millionen Bäume und Sträucher gepflanzt. Dabei seien um Turow bislang 2.900 Hektar rekultiviert worden.

Derzeit werden die Bergbauhalden von einem 50-jährigen Baumbestand bedeckt. In Bogatynia erhöhte sich dadurch der Bewaldungsgrad von 27 auf 30 Prozent. Zu den von Menschenhand nachgepflanzen Bäumen kommen auch solche, die von selbst nachgewachsen sind. Den Bestand machten solche Baumarten wie schwarze und graue Erle, Hängebirke, Lärchen, Roteichen, Stileichen und Ahornbäume aus. Zudem haben auf dem rekultivierten Terrain viele Tierarten ihre Lebensräume gefunden, hieß es in einer Pressemitteilung des Unternehmens.

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Sichtbar seien diesbezügliche Anstrengungen und Resultate im Unternehmenskomplex von Belchatow. Im Tagebau dort wurden bislang 2.200 Hektar Fläche rekultiviert und davon 1.500 Hektar den Staatsforsten übergeben. Zu einer touristischen Attraktion hat sich dort mittlerweile eine bewaldete Halde  - die Gora Kamiensk mit 395 Metern Höhe auch die höchste Erhebung in Zentralpolen- herausgebildet. Im Winter würde dort Skisportler auf ihre Kosten kommen, in den wärmeren Jahreszeiten seien dort Biker und Wanderer unterwegs.

Die Pläne sehen für Belchatow nach der Auskohlungsphase die Anlage eines künstlichen Sees im Umfang von 4.000 Hektar mit etwa 3 Milliarden Kubikmeter Wasser vor. Nach heutigen Berechnungen wird das Erholungsgewässer eine Tiefe von etwa 200 Metern erreichen und damit der tiefste See im Nachbarland werden. „Die vielfältigen Anstrengungen zur Rekultivierung beruhten auf der Verpflichtung , nach Ende der Kohleförderung der Umwelt nachhaltig ihren gesellschaftlichen und natürlichen Wert zurückzugeben", sagte PGE-Vorstandsvorsitzender Robert Ostrowski.

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