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Pilzsucherin findet Panzerfaust

Eine 40-jährige Frau glaubte jetzt, ihren Augen nicht zu trauen. In einem Wald bei Schwepnitz entdeckte sie eine Granate. Das und mehr im aktuellen Polizeibericht.

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© Polizei

Schwepnitz. Einen unerwarteten und nicht ungefährlichen Fund machte am Sonntagnachmittag eine Pilzsucherin. In einem Waldstück nahe Schwepnitz fand die 40-Jährige einen munitionsähnlichen Gegenstand. Sie griff sofort zum Telefon und meldete den Fund der Polizei. Die einzig richtige Entscheidung, denn wie sich später herausstellte, handelte es sich bei dem Zufallsfund um eine intakte Panzerfaustgranate russischer Bauart aus DDR-Zeiten. Bei der weiteren Suche am Fundort wurden noch zwei weitere leere Kartuschen sowie diverse Kleinmunition gefunden und durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landeskriminalamtes geborgen. (szo)

Der Polizeibericht vom 24. Oktober

Mit gestohlenem SUV im Wald gelandet

Grubschütz. Am Dienstagmorgen stellte die Bundespolizei nach einer Verfolgungsjagd auf der B6 in einem Waldstück bei Grubschütz einen in der Nacht zuvor in Wiesbaden entwendeten Mercedes Benz GLE 450. Um 8.10 Uhr fiel einer Streife in Spittwitz auf der B6 aus Richtung Dresden kommend der hochwertige SUV auf. Die Beamten hielten ihn zwecks Kontrolle auch erst an. Bei Herantreten der Polizisten gab der Fahrer unvermittelt Gas, woraufhin sich diese nur durch einen Sprung zur Seite in Sicherheit bringen konnten. Der Fahrer raste weiter in Richtung Bautzen und sollte nun in der Ortschaft Bloaschütz durch eine zweite Streife gestoppt werden. Aber hier hielt der Fahrer erst gar nicht an, sondern fuhr mit unverminderter Geschwindigkeit auf die auf der Straße stehenden Beamtinnen zu. Auch diese mussten zur Seite springen, um nicht verletzt zu werden. Der SUV-Fahrer umfuhr die Streife und setzte seine Fahrt rücksichtslos und mit hoher Geschwindigkeit fort. Die beiden Bundespolizeistreifen verfolgten den flüchtigen Fahrer. In Stiebitz stieß dieser während eines Abbiegeversuchs mit einem Laster zusammen, setzte aber seine Flucht weiterhin fort. Erst in einem Waldstück bei Grubschütz endete die wilde Fahrt. Die Beamten fanden den Mercedes SUV verlassen vor. Der Fahrer war offenbar zu Fuß weiter geflüchtet. Bundes- und Landespolizei fahnden nun nach dem flüchtigen Fahrer. Er wird wie folgt beschrieben: 30- bis 40-jähriger Mann, schwarze kurze Haare, schwarze Jacke mit blauen Streifen im Schulterbereich, Jeans und schwarze Lederhandschuhe. Sachdienliche Hinweise nimmt die Bundespolizeiinspektion Ebersbach unter Telefon: 03586 76020 entgegen.

21-Jähriger beschädigt Autos und verletzt Polizisten

Bautzen. Am Montagabend rief ein Zeuge die Polizei, nachdem er gegen 22.40 Uhr in Bautzen beobachtet hatte, wie ein Mann die Außenspiegel eines Citroens, eines VW Polo sowie eines Peugeot an der Rosenstraße beschädigte und anschließend flüchtete. Die Polizei konnte den 21-jährigen Deutschen wenig später im Stadtgebiet stellen. Der Tatverdächtige wehrte sich gegen die Beamten und verletzte einen leicht. Ein Atemalkoholtest einen Wert von 1,84 Promille.

Radfahrer mit 3,4 Promille

Neukirch. Die Polizei stoppte am Montag gegen 20 Uhr einen 36-jährigen Radfahrer auf dem Schenkenweg in Neukirch. Bei der Kontrolle bemerkten die Beamten, dass der Mann offenbar stark alkoholisiert war. Ein Test zeigte, dass der Radler 3,4 Promille intus hatte. Die Polizisten untersagten ihm daraufhin die Weiterfahrt und veranlassten eine Blutentnahme.

Fernseher aus Laube gestohlen

Kubschütz. Zwischen Sonntag und Montagmittag ist ein Dieb in eine Gartenanlage in Daranitz eingedrungen. Dort brach er in eine Laube an der Rieschener Straße ein und entwendete einen Fernseher der Marke Samsung im Wert von rund 700 Euro. Dabei verursachte der Dieb zusätzlich Sachschaden in Höhe von etwa 650 Euro.

VW-Fahrer bei Unfall verletzt

Bischofswerda. Am Montagabend beabsichtigte in Bischofswerda eine 58-Jährige gegen 20.10 Uhr, mit ihrem Ford von einem Parkplatz auf die Kamenzer Straße zu fahren. Dabei übersah sie offenbar den vorfahrtsberechtigten 59 Jahre alten Fahrer eines VW. Es kam zum Zusammenstoß, bei dem sich der Fahrer des VW leicht verletzte. An den beiden Autos entstand Schaden von insgesamt rund 10000 Euro. Ein Unternehmen schleppte die beiden nicht mehr fahrbereiten Autos ab.

Betrüger wollen Rentner reinlegen

Cunewalde. Betrüger haben am Montag in mehreren Fällen vergeblich versucht, in der Oberlausitz an das Ersparte von Senioren zu kommen. Der Polizei wurden im Tagesverlauf zehn Fälle von versuchten Trickbetrügereien bekannt, die sich in der überwiegenden Mehrzahl im Raum Zittau, Bernstadt, Cunewalde, Seifhennersdorf und Oberland zugetragen hatten. Die Täter gingen immer nach derselben Masche vor. Sie riefen ältere, zumeist allein lebende Rentner an und gaben sich als Verwandte aus. Auch ließen sie die Senioren raten, wer denn am Telefon sei, und bestätigten danach die „Vermutung“. Anschließend gaukelten sie ihnen in oft herzzerreißender Weise eine Notlage oder einen finanziellen Engpass vor und baten um Geld. Doch die Senioren waren auf Zack. Niemand fiel auf die Betrügereien herein. Die Angerufenen beendeten das Gespräch durch Auflegen und informierten die Polizei.

Mittags betrunken am Steuer

Gersdorf. Am Montagnachmittag kontrollierte gegen 13.15 Uhr die Polizei einen VW Passat und dessen Fahrer auf der Obergersdorfer Straße. Die Beamten stellten Alkoholgeruch in der Atemluft des 49-Jährigen fest. Ein Test ergab einen Wert von 1,16 Promille. Die Beamten untersagten dem Mann die Weiterfahrt, stellten seinen Führerschein sicher und begleiteten ihn zur Blutentnahme. Sollte dies die erste Trunkenheitsfahrt des Mannes gewesen sein, erwarten ihn ein Bußgeld in Höhe von 500 Euro, ein Monat Fahrverbot sowie zwei Punkte im Zentralregister.

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