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Pirna

Wie alltäglich ist Alltagsrassismus?

Die Pirnaer Aktion Zivilcourage bietet jetzt eine virtuelle Diskussionsrunde zu dem Thema an. Sie soll auch Strategien gegen Rassismus aufzeigen.

Bewegung "Black lives matter": Eine neue Debatte über Alltagsrassismus entfacht.
Bewegung "Black lives matter": Eine neue Debatte über Alltagsrassismus entfacht. © dpa

Der gewaltsame Tod des Afroamerikaners George Floyd im Mai in den USA und die daraus entstandene Bewegung "Black lives matter" (Schwarze Leben zählen) hat eine neue Debatte über das Thema Alltagsrassismus entfacht. Diesem Thema widmet sich jetzt auch der Pirnaer Verein "Aktion Zivilcourage" (AZ). Unter dem Stichwort "Alltagsrassismus in Sachsen" bietet der Verein am 10. Juli eine virtuelle Diskussionsrunde an. Ziel ist es, verschiedene Perspektiven zu aktuellen Rassismus-Debatten sowie Handlungsoptionen zu beleuchten und miteinander zu diskutieren. Angeregt wird speziell der Austausch zwischen den Zuschauern und den beiden Referenten, die selbst vom Alltagsrassismus betroffen sind. 

"Die Frage, wo Rassismus beginnt, wo er uns begegnet und wie wir ihm entgegenwirken können, lässt die Leute verstärkt über die Thematik nachdenken. Die Unsicherheit scheint groß zu sein. Das erschwert es, selbst aktiv zu werden", sagt AZ-Bildungsreferentin Lisa Porsch. 

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Zu der Debatte sind zwei Experten eingeladen, zum einen der Vorsitzende des Vereins "Afropa", zum anderen eine AZ-Referentin für den Bereich "Integration durch Ehrenamt". Sie wollen gemeinsam mit der Moderatorin sowie den Zuschauern ins Gespräch kommen, über eigene Erfahrungen mit Alltagsrassismus berichten sowie gezielt Strategien gegen Rassismus diskutieren, um Unsicherheiten abzubauen. 

"Der Dialog ist für uns Grundvoraussetzung, um Menschen für gesellschaftliches Engagement zu ermutigen. Wir wollen in unserem Web-Talk wissen, inwiefern Rassismus ein kontinuierliches Problem auch in unserer Region ist", sagt Lisa Porsch. Zudem wolle man von den Teilnehmern erfahren, wie sie Rassismus in Deutschland, Sachsen und ihrer Region wahrnehmen und was hilft, um Rassismus zu begegnen. 

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Die kostenlose virtuelle Debatte wird am 10. Juli ab 19.30 Uhr über die Internetplattform "Zoom" stattfinden. Interessenten können über diesen  Link teilnehmen. 

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