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Pirna

Pirna beseitigt Schrotträder

19 fahruntaugliche Drahtesel wandern vom Pirnaer Bahnhof ins städtische Fundbüro - allerdings erst auf Druck des Stadtrates.

Schrotträder am Pirnaer Bahnhof: Wird das noch gebraucht, oder kann das weg?
Schrotträder am Pirnaer Bahnhof: Wird das noch gebraucht, oder kann das weg? © privat

Die Stadt Pirna hat in dieser Woche 19 Schrotträder vom Bahnhofsvorplatz entfernen lassen und damit wieder etwas Platz in dem eigens für Fahrräder errichteten Unterstand geschaffen. Mitarbeiter des Rathauses hatten die augenscheinlich fahruntauglichen Drahtesel bereits Mitte Januar mit orangefarbenen Zetteln markiert. Mit einer darauf notierten Botschaft forderten sie die Eigentümer auf, die Räder selbst zu entsorgen. Nach Auskunft der Stadt habe aber kein einziger Eigentümer auf diese Hinweise reagiert. Mitarbeiter des Bauhofes transportierten die Räder nun ins städtische Fundbüro, wo sie sechs Monate lang aufbewahrt werden müssen. Meldet sich bis dahin kein Besitzer, wird darüber entschieden, wie die Drahtesel weiterverwertet werden. 

Rathaus verärgert Stadtrat

Auch wenn die Stadt nach eigenem Bekunden in unregelmäßigen Abständen den Unterstand am Bahnhof auf Schrotträder überprüft, kam die aktuelle Aufräumaktion erst auf Druck des Stadtrates zustande. Der Abgeordnete Sebastian Gilbert (Grüne) hatte die Stadt bereits Ende 2019 aufgefordert, die Schrotträder zu entsorgen, damit sie nicht länger im Blickfeld stehen und Fahrradparkplätze blockieren. 

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Die Stadt sagte zunächst zu, das Drahtesel-Areal am Bahnhof erneut zu kontrollieren und die nicht mehr fahrtauglichen Räder zu entsorgen - verärgerte dann aber mit einer Antwort den Stadtrat. Das Ordnungsamt ließ Gilbert nach einer Kontrolle im Januar wissen, dass kurzfristig kein Handlungsbedarf bestehe, da alle am Bahnhof vorgefundenen Räder fahrbereit und ordnungsgemäß angeschlossen gewesen seien.

Gilbert hingegen widerlegte diese Aussage anhand eigener Zahlen. Er selbst hatte am Bahnhofsvorplatz mindestens 17 Schrotträder gezählt, die offenkundig schon lange nicht mehr bewegt worden waren. An einigen fehlte der Lenker, an anderen der Sattel, viele Räder hatten keine Luft mehr in den Reifen. 

Erzürnt kündigte Gilbert an, in der Februar-Sitzung des Stadtrates nachzuhaken, wie ernst die Stadt seine von ihm angeschobene Aufräumaktion nehme. Das Rathaus kam ihm nun kurz vor der Sitzung eilig zuvor.

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