Teilen: merken

Pirna gräbt weitere Straßen auf

Liebstädter und Zehistaer Straße bekommen ab April neuen Asphalt und eine neue Entwässerung. An zwei Terminen wird es besonders eng.

© dpa

Von Thomas Möckel

Pirna. Neues Jahr, neue Baustellen: Besonders stadtauswärts wird es im Frühjahr einen Engpass geben. Kraftfahrer müssen schon jetzt die Baustelle der Südumfahrung an der Zehistaer Straße über das sogenannte Omega umfahren, in Kürze rücken Fachleute der Trasse selbst zuleibe. Pirna lässt ab April die Fahrbahn der Zehistaer und nachfolgend Liebstädter Straße zwischen den Knotenpunkten Kohlbergstraße und Berggießhübeler Straße erneuern. Bis auf zwei Ausnahmen soll die Strecke weitgehend durchlässig bleiben. Die SZ gibt einen Überblick über das Projekt.

Symbolbild Anzeige
Anzeige

Das Phantom der Oper

Der Musical-Erfolg mit Weltstar Deborah Sasson und Musical Star Uwe Kröger sowie Axel Olzinger (Phantom) und mit ...

Wann gebaut wird
Nach Aussage der Stadt beginnen die Arbeiten am 3. April und sollen bis 15. Juni dauern. Dabei wird abschnittsweise in den ersten acht Wochen dauerhaft an der Trasse gebaut, danach dann nur noch an den ersten beiden Juni-Wochenenden. So zumindest ist der Plan. Laut Rathaus sollte das Projekt schon 2016 realisiert werden. Doch da wäre die Baustelle mit der lang andauernden Fernwärme-Baustelle auf der Rottwerndorfer Straße kollidiert. Daher konnte mit der Zehistaer Straße nicht im gleichen Zeitraum begonnen werden. Zwei Baustellen in zwei Tälern – das wollte Pirna den Kraftfahrern nicht zumuten. 2017 startete dann ein neuer Versuch, allerdings meldete sich auf die Ausschreibung nur ein Bieter mit einem überteuerten Angebot. So hob Pirna die Ausschreibung auf und verschob alles auf 2018.

Was gebaut wird
Fachleute werden zunächst am Straßenrand die Entwässerungsrinnen, die an den Bordstein grenzen, erneuern. Laut Planer Sebastian Karsch wird dazu das alte Pflaster entfernt, anschließend pflastern die Handwerker die Rinne neu. Dabei verringert sich deren Breite von jetzt 50 auf dann 30 Zentimeter. Sind die Rinnen fertig, fräsen die Arbeiter den alten Asphalt ab. Danach wird in drei Schichten ein neuer Straßenbelag aufgetragen. Zum Schluss wird die Strecke neu markiert.

Wie gebaut wird
Die Planer haben das Vorhaben in zwei Bereiche eingeteilt. Der eine Bauabschnitt reicht von der Kreuzung Liebstädter Straße/Berggießhübeler Straße bis zur Baustelle der Südumfahrung, der andere von der Baustelle Südumfahrung bis zur Kreuzung Zehistaer Straße/Kohlbergstraße. Nach derzeitigem Stand beginnen die Bauleute parallel an der Bergießhübeler Straße und an der Baustelle Südumfahrung jeweils auf einer Fahrbahnseite damit, die Granitrinne und die Straßenentwässerung zu erneuern. Die einzelnen Baubereiche sind etwa 250 Meter lang. Sind die Arbeiter auf einer Seite fertig, wechseln sie auf die andere Seite. Und ist ein Abschnitt geschafft, arbeiten sich die Handwerker in Richtung stadteinwärts vorwärts. Diese Arbeiten sollen bis 31. Mai abgeschlossen sein. Im Juni dann wird asphaltiert – am ersten Juni-Wochenende der Abschnitt von der Berggießhübeler Straße bis zur Baustelle Südumfahrung, am zweiten Juni-Wochenende der Bereich von der Baustelle Südumfahrung bis zur Kohlbergstraße. Am Wochenende deshalb, weil unter der Woche die Grundschule Zehista für den Schülerverkehr erreichbar bleiben muss. Unmittelbar an der Südumfahrungs-Baustelle wird die Zehistaer Straße nicht saniert – an dieser Stelle entsteht einmal der Kreisverkehr unter der Ortsumgehung. Markiert wird die sanierte Fahrbahn voraussichtlich im August.

Wie der Verkehr geregelt wird
Während die Straßenentwässerung erneuert wird, ist der betroffene Abschnitt jeweils halbseitig gesperrt, der Verkehr wird mithilfe einer Ampel an der Baustelle vorbeigeleitet. Für Fußgänger und weitgehend auch für Fahrzeuge bleiben die Grundstücke im Baubereich erreichbar. Nur wenn gerade unmittelbar vor einer Grundstückseinfahrt gebaut wird, kann es kurzzeitig einen Engpass geben.

Beim Asphalteinbau an den ersten beiden Juni-Wochenenden müssen die betroffenen Abschnitte jedoch voll gesperrt werden – voraussichtlich jeweils freitags von 16 bis montags 4 Uhr. Weil im direkten Baufeld vorübergehend Parkplätze flöten gehen, will das Rathaus prüfen, ob Anwohner währenddessen ihre Autos auf dem Parkplatz des Penny-Marktes abstellen dürfen. Ebenso will die Stadt prüfen, ob der Postweg während der Bauarbeiten für den Durchgangsverkehr gesperrt werden kann, weil Anwohner fürchten, dass viele die Trasse als Ausweichstrecke nutzen. Die reguläre Ampel an der Kohlbergstraße wird im Bauzeitraum außer Betrieb sein. Sie wird ersetzt durch eine provisorische Dreiseit-Ampel – sodass auch die Linksabbieger aus der Kohlbergstraße problemlos in Richtung Innenstadt fahren können.