merken
Pirna

Pirna spart mächtig Energie

Das Energieteam der Stadt hat die Anlagen in kommunalen Gebäuden optimiert - was immerhin einen fünfstelligen Betrag ausmacht.

Grundschule Graupa: Die Bildungsstätte hat sich um den Titel "Klimaschule Sachsen" beworben.
Grundschule Graupa: Die Bildungsstätte hat sich um den Titel "Klimaschule Sachsen" beworben. © Daniel Schäfer

Der Stadt Pirna ist es gelungen, die Energiekosten in öffentlichen Einrichtungen in den zurückliegenden Jahren erheblich zu drosseln. Nach Aussage des Rathauses konnte Pirna während der Winter 2017/18 und 2018/19 aufgrund neuer Ansätze in zehn kommunalen Gebäuden - darunter beispielsweise die Stadtbibliothek, die Sporthalle an der Seminarstraße und die Grundschule Graupa - 45.000 Euro Energiekosten sowie 600 Tonnen Kohlendioxid einsparen. 

Der Spar-Erfolg basiert vor allem auf kleineren, jedoch wirksamen technischen Eingriffen, die das Energieteam veranlasste. So wurden unter anderem Parameter an Heizungen sowie Förderhöhen von Umwälzpumpen neu eingestellt. Ebenso ließ die Stadt Betriebszeiten von Heizungen noch genauer an jene Zeiten anpassen, in denen die kommunalen Gebäude genutzt werden. Gedreht wurde zudem auch an der Umschaltung von Heizungen vom Sommer- auf Winterbetrieb. Die Energiesparer achteten auch darauf, dass die Heizungen am Wochenende herunterfuhren, wenn niemand im Gebäude ist. Veraltete Umwälzpumpen wurden ausgetauscht, eine ineffiziente zentrale Warmwasserbereitungsanlage wurde auf eine dezentrale umgestellt. 

Anzeige
Gut vorbereitet in die Ausbildung
Gut vorbereitet in die Ausbildung

Mit einem dreitägigen Kurs bereitet njumii – das Bildungszentrum des Handwerks branchenübergreifend Azubis auf den Ausbildungsbeginn vor.

Auf dem Weg zur Klimaschule

Das Energieteam der Stadt hatte bereits 2017 ein kommunales Energiemanagement eingeführt. In allen kommunalen Objekten will das Team Abläufe optimieren, um deutlich Energie und somit Kosten zu sparen. Das Energieteam besteht aus dem Energiemanager, dem Energietechniker, Mitarbeitern des Gebäudemanagements und dem Klimaschutzmanager der Stadt.

Im Winter 2019/20 wurden die Anlagen in sieben weiteren Gebäuden optimiert, Kosten und Verbrauch wertet das Rathaus Anfang 2021 aus. Ebenso wurden Hausmeister, Schüler und Lehrer geschult, wie sie an den Bildungsstätten Energie sparen können. In den kommenden Wintern 2020/21 und 2021/22 ist vorgesehen, weitere 14 Objekte energietechnisch zu optimieren. 

Das Energieteam hatte überdies in diesem Jahr weitere Klimaschutzaktionen in Pirnaer Bildungseinrichtungen geplant, beispielsweise eine Klima-AG sowie einen Klima-Aktionstag in der Grundschule Graupa. Wegen der Corona-Pandemie hatten sich die Projekte allerdings zeitlich verschoben. 

Die Grundschule Graupa hat sich außerdem als erste Grundschule Sachsens um den Titel "Klimaschule Sachsen" beworben. Laut der Stadt sei der Bewerbungsprozess bisher sehr erfolgreich verlaufen. Darüber hinaus will das Schiller-Gymnasium Projekttage zum Klimaschutz wieder aufleben lassen. 

Das kommunale Energiemanagement  ist ein Projekt mit einer Einführungsphase von fünf Jahren und wird mitfinanziert über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Die Kommunalentwicklung Mitteldeutschland (KEM) sowie die Sächsische Energieagentur (SAENA GmbH) unterstützen Pirna dabei, die einzelnen Projekte fachlich und organisatorisch umzusetzen. 

Mehr Nachrichten aus Pirna lesen Sie hier.

Täglichen kostenlosen Newsletter bestellen.

Mehr zum Thema Pirna