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Pirna

Pirna verliert zu viele Bäume

Besonders auf Privatgrund ist die Zahl der Fällungen stark gestiegen. Die Stadt fordert nun zum Pflanzen und Spenden auf.

Bäume tragen mit ihrer Filterleistung enorm zur Schadstoffreduzierung in Städten bei. © Symbolfoto: dpa

Nach der Fällsaison 2018/19 zieht Pirnas Beauftragter für Baumschutz und Forstangelegenheiten ein trauriges Fazit: „Das Stadtbild hat sich, bezogen auf das innerstädtische Grün, in einigen Teilen stark verändert.“ Insbesondere auf Privatgrundstücken seien zahlreiche Bäume, Büsche und Hecken beseitigt worden – in vielen Fällen ohne berechtigte Begründung oder Notwendigkeit.

Für bestimmte Fällungen brauchen Grundeigentümer keine Genehmigung mehr, seit die Baumschutz-Gesetzgebung in Sachsen vor einigen Jahren gelockert wurde. Nach Einschätzung von Fachleuten wirkt sich dies mittlerweile sehr negativ auf die Vegetation vor allem in Städten aus. „Gerade in besiedelten Bereichen sind der Erhalt und die Ergänzung von Baumbeständen ein öffentliches Anliegen“, erläutert der Stadtforst-Verantwortliche. „Bäume bilden gestalterisch wirkende Einheiten, schirmen vor Sonneneinstrahlung und Lärm ab und besitzen kleinklimatische Funktionen. Sie tragen mit ihrer Filterleistung enorm zur Schadstoffreduzierung bei.“ 

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Großer Badespaß in Freitals Freibädern 

Nach vielen Renovierungsarbeiten ist die Badesaison in den Freibädern "Windi" und "Zacke" in vollem Gange. 

Pro Hektar und Jahr filtere eine Grünfläche mehrere Tonnen Ruß und Staub aus der Atmosphäre. Dies sei eine Leistung, die es zu erhalten gelte, sagt Pfeiffer. Dazu sollte nicht nur die Kommune, sondern auch jeder private Grundeigentümer einen Beitrag leisten. „Um den Sauerstoffbedarf einer Stadt zu decken und die Grundlage zur Bindung von Kohlendioxid zu erhalten, ist es wichtig, ausreichend Baumbestand zu erhalten und neu anzulegen.“

Die Stadt fordert nun Privatleute, aber auch Wohnungsunternehmen und Genossenschaften dazu auf, für artenreiche Grünstrukturen auf ihren Grundstücken zu sorgen. Das habe nicht nur einen Umweltschutz-Aspekt, sondern trage auch wesentlich zur Aufwertung der Wohngegenden bei. Zudem gibt es die Möglichkeit, für städtische Pflanzungen zu spenden. Das Geld werde ausschließlich zweckgebunden verwendet, betont die Stadt.

Große Kreisstadt Pirna, Ostsächsische Sparkasse Dresden, IBAN: DE72 8505 0300 3000 0004 52. Verwendungszweck: „Baumpflanzung“.

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