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Startschuss für Pirnas Sandsteingärten

Der Bau des neuen Quartiers mit knapp 100 Wohnungen beginnt mit einer Sprengung. Bevor die Häuser wachsen, geht es erst mal in die Tiefe.

So werden die Häuser in Pirnas neuer Gartenstadt aussehen.
So werden die Häuser in Pirnas neuer Gartenstadt aussehen. © Visualisierung: www.seidelstudios.de

Es dauert nur wenige Sekunden, und der alte Schornstein liegt in Teile zerbrochen am Boden. Mit dem lauten Knall der Sprengung und einem symbolischen ersten Spatenstich hat am Freitag auf dem ehemaligen Werksgelände der Sächsischen Sandsteinwerke der Bau eines neuen Wohnquartiers in Pirna begonnen. Dazu kamen nicht nur Pirnas Oberbürgermeister Klaus-Peter Hanke und die Macher des Projektes, sondern  auch einige Zaungäste. Das Wohnprojekt gilt als das größte und ambitionierteste seit vielen Jahren in der Stadt. Unter dem Namen Sandsteingärten entstehen hier bis Ende nächsten Jahres knapp 90 Wohnungen in elf Mehrfamilienhäusern.  Rund 25 Millionen Euro investiert dafür die eigens für das Vorhaben gegründete VKSH Invest GmbH & Co. KG. 

"Jetzt haben wir einen Meilenstein erreicht", freut sich VKSH-Mitinhaber Sven Vater. Nach einem Vorbereitungs- und Genehmigungsmarathon von drei Jahren könne es nun richtig losgehen. "Wir sind dankbar, dass der Stadtrat und das Rathaus uns immer positiv und wohlwollend begleitet haben", so der Investor. Zwischen Siegfried-Rädel-Straße und Gottleuba entstehen fünf Parkvillen mit zehn bzw. 20 Wohnungen, zwei Stadtvillen mit je acht Wohnungen und vier Gartenvillen mit je drei Wohnungen. 

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Schornsteinsprengung auf dem ehemaligen Sandsteinwerksgelände. Nach drei Jahren Genehmigungsmarathon kann das neue Wohnquartier in die Höhe wachsen.
Schornsteinsprengung auf dem ehemaligen Sandsteinwerksgelände. Nach drei Jahren Genehmigungsmarathon kann das neue Wohnquartier in die Höhe wachsen. © Daniel Schäfer

Bevor die Häuser in die Höhe wachsen können, geht es aber erst mal in die Tiefe. Für die beiden Tiefgaragen mit insgesamt 90 Stellplätzen wird im westlichen Teil des Grundstücks eine Baugrube ausgehoben, außerdem werden die Fundamente gegossen. Um den Hochwasserschutz zu gewährleisten, wird das Gelände erhöht. 

Bisher seien 60 Prozent der Appartements verkauft worden. Sven Vater sagt, dass sich unter anderem viele ehemalige Pirnaer für die Wohnungen interessieren, die in den vergangenen Jahrzehnten in den Westen gezogen sind. "Jetzt kommen sie zurück, um hier ihren Lebensabend zu genießen, weil sie sehen, dass sich Pirna so gut entwickelt hat." 

Auf den gängigen Immobilienportalen stehen derzeit noch Drei- und Vier-Zimmer-Wohnungen ab rund 85 Quadratmetern für einen Preis ab knapp 280.000 Euro im Angebot. Die Preise für die 100-Quadratmeter-Appartements beginnen bei knapp 350.000 Euro. Die Wohnungen sollen nicht nur mit einer gehobenen Ausstattung, sondern auch mit Balkonen und (Dach-)Terrassen punkten. Der Pirnaer Architekt Uwe Seidel entwarf die Häuser im neoklassizistischen Stil, sie erinnern an die Bäderarchitektur an der Ostsee. Dazwischen ist viel Grün geplant: Auf dem Areal werden sich später zwei Spielplätze, Grünflächen, Sitzbänke und - ganz dem Namen verpflichtet - Sandsteinelemente befinden. 

Erster Spatenstich mit OB Klaus-Peter Hanke, Volksbank-Chef Hauke Haensel, Köhler-Bau-Chef Falk Heinze, VKSH-Mitinhaber Sven Vater und Architekt Uwe Seidel (v.l.). Das ambitionierteste Wohnprojekt seit Langem in Pirna.
Erster Spatenstich mit OB Klaus-Peter Hanke, Volksbank-Chef Hauke Haensel, Köhler-Bau-Chef Falk Heinze, VKSH-Mitinhaber Sven Vater und Architekt Uwe Seidel (v.l.). Das ambitionierteste Wohnprojekt seit Langem in Pirna. © Daniel Schäfer

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Der Baustart auf dem knapp 19.000 Quadratmeter großen Areal war nicht nur für die Bauherren und die künftigen Wohnungseigentümer ein besonderer Tag. Für die frühere Eigentümerin des Grundstücks, Kristin Schröder, war es zugleich ein Abschied. Jetzt erinnert hier fast nichts mehr an die Zeit, als von hier aus unter anderem Schleifersteine  in alle Welt exportiert und Sandsteinblöcke als Baumaterial veredelt wurden. Am Tag des Baustarts aber überwog die Freude: "Ich finde es gut für die Stadt", sagte Kristin Schröder. Industriestandorte mitten in einem Wohngebiet seien ohnehin nicht mehr zeitgemäß. Die Standsteinwerke sind mittlerweile in Pirna-Rottwerndorf zu Hause. An die neue Adresse hätten sich die Kunden schnell gewohnt. Durch seinen Namen aber bleibt die neue Gartenstadt mit dem einstigen Produktionsstandort auch künftig verbunden. 

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