merken
PLUS Pirna

Bekommt Pirna eine Rad-Autobahn?

Sachsen will die Infrastruktur für Fahrradfahrer ausbauen. Im Gespräch ist eine besondere Trasse auf der Achse Dresden-Heidenau-Pirna.

Radfahrer auf dem Elberadweg in Heidenau: Geht es bald ganz flott von Dresden nach Pirna?
Radfahrer auf dem Elberadweg in Heidenau: Geht es bald ganz flott von Dresden nach Pirna? © Karl-Ludwig Oberthuer

Das sächsische Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) will jetzt mithilfe einer Studie ergründen, ob eine Radschnellverbindung Dresden - Heidenau - Pirna gebaut werden kann. An dieser Studie sollen auch die betreffenden Gemeinden beteiligt werden. Entsprechende Vereinbarungen werden derzeit vorbereitet, über sie sollen später die Stadträte entscheiden.

Das Vorhaben geht zurück auf den Koalitionsvertrag des Freistaates Sachsen. Darin ist vereinbart, den Anteil des Radverkehrs zu erhöhen, die Fahrrad-Infrastruktur auszubauen sowie ein bundesweit einheitliches Radverkehrsnetz für den Alltagsradverkehr zu etablieren.

Anzeige
Wir gegen Corona!
Wir gegen Corona!

Gemeinsam mit den Landkreisen und kreisfreien Städten hat die Staatsregierung weitere Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie beschlossen.

Laut dem Freistaat sollen dabei vor allem Radschnellverbindungen entwickelt werden. Ziel dessen ist es, insbesondere in urbanen Räumen zu erreichen, dass Pendler häufiger vom Auto auf das Fahrrad umsteigt. Auf diese Weise soll sowohl die Luft sauberer als auch das Klima nachhaltig geschützt werden. Darüber hinaus sollen künftig Staus auf den Straßen vermieden und der Verkehrsablauf insgesamt flüssiger gestaltet werden. 

Zweithöchste Punktzahl für Achse Dresden-Heidenau-Pirna

Aus diesem Grund sind Radschnellverbindungen als möglichst direkte Verbindungen dort vorgesehen, wo mit einer hohen Radverkehrsnachfrage, vorwiegend von Berufs- und Pendlerverkehr, zu rechnen ist. Aus wirtschaftlichen Gründen rechnet sich eine solche flotte Radler-Achse aber erst ab einem täglichen Aufkommen von mehr als 2.000 Radfahrern. Diese Schnelltrassen sind daher vor allem für Ballungsräume und deren Verbindung zu Zentren im näheren Umland geeignet.

Der Freistaat ließ im Vorfeld bereits geeignete Korridore ermitteln. Im Ergebnis wurden elf Korridore im Umfeld der sächsischen Oberzentren Chemnitz, Dresden, Leipzig und Zwickau identifiziert. Dort sollen nun zügig Radschnellverbindungen nach einheitlichen Standards entwickelt werden. 

Der Korridor Dresden-Heidenau-Pirna erreichte in der Bewertung der Konzeption die zweithöchste Punktzahl. Daher wird für diesen Korridor eine Machbarkeitsstudie erarbeitet. Die Kosten dafür trägt das Lasuv.

Als Ergebnis der Machbarkeitsstudie soll ein mit allen Beteiligten abgestimmter Trassenverlauf nebst der zugehörigen erforderlichen infrastrukturellen Neu-, Aus- und Umbauten vorliegen. Auf dieser Grundlage baut sich dann die weitere Streckenplanung auf. Wann die Ergebnisse vorliegen, steht aber noch nicht fest.

Mehr Nachrichten aus Pirna lesen Sie hier.

Den täglichen kostenlosen Newsletter können Sie hier bestellen. 

Mehr zum Thema Pirna