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Apple-Mobil filmt im Landkreis

Wie schon Google schickt nun auch Apple Fahrzeuge mit 360-Grad-Kameras über die Straßen. "Apple Maps" nennt sich die digitale Karte.

Autos wie diese sind nun auf Sachsens Straßen unterwegs und filmen für die digitalen Karten von "Apple Maps".
Autos wie diese sind nun auf Sachsens Straßen unterwegs und filmen für die digitalen Karten von "Apple Maps". © dpa

Vorsicht, es wird gefilmt: In der Sächsischen Schweiz und im Osterzgebirge sind derzeit Autos mit Rundum-Kamera auf dem Dach unterwegs. Die Fahrzeuge stammen vom Software-Giganten Apple. Das Unternehmen hat die Wagen losgeschickt, um Daten für das eigene Kartenmaterial zu sammeln. Was bei Google "Street View" heißt, nennt sich bei Anbieter Apple "Look Around". Die Technologie bietet 360-Grad-Ansichten. Damit kann man sich einen Ort nicht nur über Satellitenbilder anschauen, sondern direkt auf die Straße springen - digital.

Die Autos, die im Landkreis unterwegs sind, erfassen dafür GPS-Tracks, 2-D-Standbilder und LiDAR, wie aus dem Datenschutz-Merkblatt von Apple hervorgeht. Letzteres ist eine Messmethode ähnlich der Radar-Technik, die mit Laserstrahlen arbeitet. Statt Funksignalen werden Lichtimpulse zur Erkennung von Form und Gestalt verwendet, teilt das Unternehmen mit. Es gehe dabei um die Erfassung von Höhen und Tiefen, von Gebäude-Dimensionen.

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Eines dieser auffälligen Kamera-Autos wurde am Mittwochvormittag auf der Autobahn A17 zwischen Heidenau und der Abfahrt Pirna gesichtet. Laut Angaben von Apple sollten die Fahrzeuge in Sachsen vom 26. Juni bis zum 30. September unterwegs sein. So zum Beispiel in Hoyerswerda und in Bautzen. Der Zeitraum kann sich allerdings aufgrund unvorhersehbarer Umstände, wie zum Beispiel dem Wetter, um einige Tage verschieben. Deutschlandweit sind laut Apple etwa 80 Autos im Einsatz. 

Bei dem Thema Datenschutz verweist der Software-Riese auf seine Datenschutzerklärung. In dieser wird versichert, dass Kennzeichen und Gesichter auf jeder einzelnen Aufnahme unkenntlich gemacht werden. Wer weitere Fragen zum Datenschutz hat oder beantragen möchte, dass beispielsweise sein Haus verpixelt wird, der kann dem Unternehmen eine E-Mail schreiben. Ob und wann die Funktion  "Look Around" in Deutschland umgesetzt wird, steht zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht fest, erklärt ein Apple-Sprecher.(SZ)

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