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Eine neue Silberweide für Pirna

Anlässlich ihres Geburtstages spendiert die Caritas der Stadt ein Bäumchen. Rathaus und Spender hoffen auf Nachahmer - damit Pirna noch grüner wird.

OB-Vertreter Thomas Gischke (l.) und Caritas-Leiterin Silke Maresch an der neuen Silberweide in Pirna: Bäume verbessern nachhaltig das Stadtklima.
OB-Vertreter Thomas Gischke (l.) und Caritas-Leiterin Silke Maresch an der neuen Silberweide in Pirna: Bäume verbessern nachhaltig das Stadtklima. © Daniel Schäfer

Das Stämmchen ist noch zart, es misst im Durchmesser fünf bis sechs Zentimeter, noch schützt ein weißer Kalkanstrich die Außenhülle - vor Verbrennungen. Das ist in der ersten Wachstumsphase immens wichtig, weil die Rinde in dieser Zeit ganz besonders sensibel auf Sonnenlicht reagiert.

Was da mit jungen Trieben daherkommt, ist eine Silberweide, vor einigen Tagen gepflanzt auf den Pirnaer Elbwiesen nahe des Kanu-Bootshauses. Laut Experten ist dieser Standort ideal, es gibt viel Platz und Licht, und die Weide nimmt nicht gleich Schaden, wenn sie bei erhöhtem Elbpegel mal mehrere Tage hintereinander nasse Wurzeln bekommt.

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Diese Silberweide, jüngster Zuwachs im Pirnaer Gehölz-Bestand, kann bis zu 35 Meter hoch und gut 70 Jahre alt werden. Letztere Zahl war auch mit ausschlaggebend dafür, warum der Baum jetzt überhaupt da ist.

Bäume verbessern das Stadtklima

Die Caritas in Pirna wurde 1951 gegründet, der caritative Verein feiert in diesem Jahr seinen 70. Geburtstag. Aus diesem Anlass spendierten die Pirnaer Caritas-Beratungsdienste der Stadt ein Bäumchen.

Die Mitarbeiter sammelten insgesamt 480 Euro. Von dieser Spende finanzierte Pirna den Baum-Kauf, das Einpflanzen sowie die Pflege in den ersten drei Jahren. "Bäume verbessern nachhaltig das Stadtklima, tragen zum Wohlbefinden der Bürger bei und verbessern die Aufenthaltsqualität", sagt Silke Maresch, Leiterin der Caritas-Beratungsdienste.

Mit der Spende folgt die Caritas auch einer Empfehlung des Katholikenrates Dresden. Er hatte vor einiger Zeit eine neue "Allianz für die Schöpfung" aus- und dazu aufgerufen, "Bäume der Veränderung" zu pflanzen. "Das haben wir nun in die Tat umgesetzt", sagt Silke Maresch.

Stadtrat Thomas Gischke (Freie Wähler), ehrenamtlicher Stellvertreter des Oberbürgermeisters, nahm die Spende für die Stadt entgegen. "Die Spende zeigt, dass den Pirnaern das Stadtgrün sehr am Herzen liegt", sagt er. Der Baum sei ein wichtiger Beitrag für ein gutes Stadtklima sowie für eine gesunde Umwelt und diene als Lebensraum für verschiedene Tierarten. Und gerade jetzt in finanziell schwierigen Zeiten sei man besonders dankbar für die Baum-Gabe.

Der Caritas war es ein besonderes Anliegen, die Baumspende möglichst öffentlichkeitswirksam zu präsentieren. "Wir hoffen", sagt Silke Maresch, "dass wir auf diese Weise Nachahmer finden."

Mehr Spendengelder, mehr Stadtgrün

Denn es ist nicht ganz preiswert, den Pirnaer Gehölzbestand weiter aufzuforsten. Nach Aussage des Rathauses kann die Stadt für etwa 150 Euro eine herkömmliche, häufige Baumart erwerben. Botanische Besonderheiten oder Seltenheiten liegen preislich hingegen schon zwischen 200 und 300 Euro.

Hinzu kommen die Kosten fürs Einpflanzen sowie für die laufende Pflege und die - insbesondere in Zeiten des Klimawandels und anhaltender Trockenheit - aufwendige Bewässerung. Aus eigener Finanzkraft kann die Stadt etwa 40 neue Bäume im Jahr pflanzen.

Um darüber hinaus noch mehr Grün in die Stadt zu holen, rief das Rathaus die Pirnaer schon vor geraumer Zeit zu Baum-Spenden auf. Das lief anfangs recht zäh, inzwischen zeigen sich die Einwohner mehr in Geberlaune.

2020 beispielsweise spendeten die Pirnaer 1.575 Euro, davon ließ die Stadt neue Bäume im Thälmannpark sowie am Robert-Klett-Ring in Copitz pflanzen. Und in diesem Jahr sind seit Januar im Rathaus bereits Spendengelder von 600 Euro für neue Gehölze eingegangen.

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