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Das ist Pirnas neuer Innenstadt-Entwickler

Rick Bothmann verstärkt jetzt die Stadtentwicklungsgesellschaft in Sachen Stadtmarketing. In Pirna ist er kein Unbekannter.

Der neue SEP-Mitarbeiter Rick Bothmann: Wir wollen leerstehende Läden gezielt vermarkten.
Der neue SEP-Mitarbeiter Rick Bothmann: Wir wollen leerstehende Läden gezielt vermarkten. © Peter Schomanek

Aus dem ehrenamtlichen Engagement ist inzwischen ein festes geworden: Rick Bothmann verstärkt seit März dieses Jahres das Pirnaer Stadtmarketing, das bei der Stadtentwicklungsgesellschaft Pirna (SEP) angesiedelt ist. Damit ist er quasi der neue Innenstadt-Entwickler.

Zum Portfolio der neu geschaffenen Stelle gehören unter anderem die Wirtschaftsförderung und die Öffentlichkeitsarbeit, zudem kümmert er sich darum, Fördermittel zu akquirieren.

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Im Fokus der Aufgaben stehen die kleinen und mittelständischen Unternehmen in und um die historische Altstadt.

Einmal Pirna, immer wieder Pirna

Bothmann studierte an der Technischen Universität Dresden sowie in Leipzig Geografie, dabei spezialisierte er sich auf die Stadt- und Regionalentwicklung.

In seiner Masterarbeit widmete er sich dem Thema Leerstand in Pirna und zeigte Strategien auf, wie leerstehende Ladenlokale wieder genutzt werden.

In Pirna ist Bothmann längst kein Unbekannter mehr. Schon während des Studiums arbeitete er über fünf Jahre für den Verein "Citymanagement Pirna".

In den zurückliegenden zwei Jahren war Bothmann in der Stadtverwaltung Hohnstein tätig. Dort schrieb er unter anderem das integrierte Stadtentwicklungskonzept fort, unterstützte die Planungsleistungen zur Sanierung der Burg Hohnstein und die damit einhergehende Aufnahme in die Städtebauförderung, auch stellte er über zehn LEADER-Förderanträge, die er auch vorbereitete und abrechnete.

Kampf gegen den Ladenleerstand

In Pirna ist Bothmann nun 100 Tage im Amt. Derzeit steht im Vordergrund seiner Arbeit, konzeptionell Projekte des Stadtmarketings sowie die Innenstadtakteure während der Corona-Pandemie zu unterstützen. Beispielsweise wirkte er an dem Konzept für den Aktions- und Kultursommer "#pirnaerleben" mit und beantragte dafür Fördermittel.

Darüber hinaus lässt die SEP momentan prüfen, ob die Erarbeitung und Begleitung eines Leerstandskonzeptes und -katasters förderfähig ist, um auf dieser Grundlage leerstehende Ladenlokale gezielt zu vermarkten. Gibt es Aussicht auf Zuschüsse für dieses Projekt, soll ein Antrag für das EU-Förderprogramm "LEADER" gestellt werden.

Laut der SEP fänden sich in der Pirnaer Altstadt leider viele Leerstände, unter anderem deswegen, weil einige Geschäfte aus der Fußgängerzone ins Scheunenhofcenter abwanderten, zudem auch wegen der mit dem monatelangen Lockdown einhergehenden wirtschaftlichen Folgen. Dies gelte es perspektivisch und systematisch zu ändern.

SEP soll medial stärker in den Fokus

Mithilfe des neuen Mitarbeiters kann die SEP dieses Aufgabenfeld jetzt weiter ausbauen. "Mit Herrn Bothmann konnten wir ein bekanntes Gesicht für die SEP gewinnen. Durch seine berufliche Laufbahn beim Citymanagement und in der Stadtverwaltung Hohnstein reiht er sich mit seinen Fähigkeiten und Erfahrungen nahtlos in das bestehende Kollegium ein und bringt seine Ideen und Kompetenzen optimal ein", sagt SEP-Geschäftsführer Christian Flörke.

Darüber hinaus kümmert sich Bothmann um eine verstärkte Pressearbeit der SEP, um deren verschiedene Projekte mehr publik zu machen - da laut der SEP vielen nicht bewusst sei, wie viel Arbeit drinstecke, um einen neuen Wohnstandort oder ein Gewerbegebiet zu entwickeln, zu erschließen und zu vermarkten.

So begleitet Bothmann derzeit die Baustellen "Wohnpark Zehista", "Hohe Straße" sowie den Neubau der Palosa-Halle im Industriepark "An der Elbe" medial.

Zudem stehe im Stadtmarketing auch immer wieder die Aufgabe an, sich neu zu erfinden. Hierbei bilde der Citymanagement-Verein ebenso einen wichtigen Pfeiler wie die Arbeitsgruppe Stadtmarketing, in der viele Akteure Ideen und Projekte entwickeln, um die Einzigartigkeit Pirnas neu zu beleben.

Mit der neuen Stelle soll auch die Pirnaer Altstadt als prosperierendes Zentrum mit viel Aufenthaltsqualität und Lebenswert, aber auch als lebendiger Handelsplatz mit einem florierenden Gewerbe, gestärkt werden.

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