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Der Fotograf und der Elbsandstein

Philipp Zieger nimmt seine Leser in 130 Bildern mit auf eine Reise durch die Sächsische Schweiz und zeigt ihnen damit seine Heimat aus neuen Blickwinkeln.

Der Bilderband Sächsische Schweiz ist im Humboldt-Verlag in Hannover erschienen und kostet 29,90 Euro.
Der Bilderband Sächsische Schweiz ist im Humboldt-Verlag in Hannover erschienen und kostet 29,90 Euro. © Humboldt Verlag

Am Anfang war das Fernweh. Philipp Zieger, geboren im Jahr 1986 in Dresden, machte sein Abitur in Neustadt und wollte nach dem Ende seiner Schullaufbahn vor allem eins - weg. Und genau das hat er auch getan. Mit einer Kompaktkamera von Panasonic ausgerüstet, macht er sich auf in die Welt. Neben einigen Stationen in Deutschland führte ihn sein Weg zu Fuß über die Alpen und bis nach Thailand. Irgendwann hat er sich eine professionellere Kamera zugelegt und seitdem geht es stetig bergauf - landschaftlich wie mit dem Fotografieren.

Der Heimatfotograf ist ein Rückkehrer

Die Liebe zur Natur, zum Wandern und zum Knipsen entdeckend, zog es Zieger 2014 dann zurück in die Sächsische Schweiz. Inspiriert von gestandenen Landschaftsfotografen wie Rico Richter, Tobias Richter, Stefan Junghannß und der Stativkarawane, beschloss er seine Heimat selbst fotografisch zu erschließen. Das war vor fünf Jahren und seitdem hat sich einiges getan.

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Jährlicher Fotokalender mit dem Tourismusverband

So etwa das Erscheinen seines Buches, in dem er auf 170 Seiten Bilder aus dem Elbsandstein präsentiert. Viele Perspektiven werden den meisten Betrachtern völlig neu sein. "Über die Fotografie habe ich viele Menschen kennengelernt, die auch fotografieren und mit der Sächsischen Schweiz verbunden sind", erzählt Zieger.

Mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen, sich auszutauschen und voneinander zu lernen war für ihn immer eine der schönsten Dinge am Fotografieren. So entwickelte er sich fortlaufend weiter, steckt sich selbst immer wieder neue Ziele und arbeitet an der Qualität seiner Bilder. Dieser Eifer führte ihn unter anderem zur Zusammenarbeit mit dem Tourismusverband Sächsische Schweiz, zu den seit 2017 jährlich veröffentlichten Fotokalendern und schließlich zu seinem Buch.

Landschaftsfotograf Philipp Zieger. "Über die Fotografie habe ich viele Menschen kennengelernt."
Landschaftsfotograf Philipp Zieger. "Über die Fotografie habe ich viele Menschen kennengelernt." © Philipp Zieger

Die Sächsische Schweiz in einem Buch

Offiziell handelt es sich bei seinem im Humboldt Verlag erschienenes Buch um ein Fotobuch - für ihn allerdings bedeutet es mehr als nur ein reiner Bildband. "Ich habe das Buch so aufgebaut, dass der Betrachter die Bilder so ansehen kann, als würde er selbst den Malerweg entlanglaufen", sagt Zieger. Im Gegensatz zu anderen Fotobüchern bietet seines auch mehr als nur Bildunterschriften. Die selbstgeschriebenen Texte informieren den Leser über den Ort, beleuchten teilweise auch dessen Historie und bieten oftmals auch einen Einblick in die Fototouren auf denen sie entstanden sind. Der Leser wird vom Autor praktisch mit eingebunden in die Gegebenheiten und die Gefühle, die das jeweilige Bild ausmachen.

Halb vier früh auf dem Felsen zum Monduntergang

Auch wenn das immer nur schwierig zu sagen ist - auf die Frage nach einem Lieblingsbild nennt Zieger die "Mondscheinsonate". Es zeigt den Monduntergang auf der Schrammsteinaussicht, für den er um halb vier auf dem Fels stand. Er bezeichnet das Bild als sein Gesellenstück.

Zu seinem Buch sagt Zieger: "Ich möchte damit andere inspirieren, die Gegend auch zu erkunden, oder in Erinnerungen daran zu schwelgen." Sein Ziel sei es, den Menschen zu zeigen, dass es nicht nötig ist weit zu reisen, um die Schönheit der Natur zu spüren, weil wir sie in Form der Sächsischen Schweiz praktisch direkt vor der Haustür haben.

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