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Pirna: Feier-Sommer statt Stadtfest

Die große Freiluft-Sause kann wegen Corona nicht wie üblich stattfinden. Stattdessen gibt's einen Kultur- und Aktionssommer - von Juni bis Oktober.

Stadtfest Pirna 2019, hier mit der Gruppe "Marquess" vor Hunderten von Zuschauern: Eine solch geballte Sause kann es in diesem Jahr nicht geben. Doch die Alternative steht.
Stadtfest Pirna 2019, hier mit der Gruppe "Marquess" vor Hunderten von Zuschauern: Eine solch geballte Sause kann es in diesem Jahr nicht geben. Doch die Alternative steht. © Archiv: Daniel Förster

Am Jahresanfang gab sich Christian Schmidt-Doll, Geschäftsführer der Kultur- und Tourismusgesellschaft Pirna (KTP), sehr optimistisch. Nach der coronabedingten Absage 2020 war für dieses Jahr wieder ein Stadtfest in Planung, gleich in zwei Varianten: eine unter Normalbedingungen, eine pandemiegerecht etwas luftiger und dezentraler gehalten.

Inzwischen steht fest: Auch in diesem Jahr wird es kein Stadtfestwochenende geben, wie es bislang üblich war. Doch Kultur und Feste fallen damit nicht gänzlich aus - im Gegenteil.

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Verschiedene Akteure haben sich gemeinsam mit Pirnas Oberbürgermeister Klaus-Peter Hanke (parteilos) seit mehreren Monaten beraten, wie dieses Jahr trotz der schwierigen Ausgangslage in puncto Feste und Feiern angegangen werden kann.

"Wir wollen den Bürgern und Gewerbetreibenden Hoffnung und Zuversicht in diesen schweren Stunden der Pandemie geben. Aus diesem Grund kam eine einfache Absage der einzelnen Festivitäten nicht in Frage", sagt der Rathauschef.

Kleinere Aktion an verschiedenen Orten

Das Vorbereitungsteam, an der Spitze die KTP, entwickelte stattdessen gemeinsam mit dem Pirnaer Stadtmarketing ein Konzept mit dem Namen "PIRNAERLEBEN". Die Grundidee dahinter: Anstelle eines Stadtfestwochenendes in der Innenstadt soll es über die gesamte Open-Air-Saison eine Art Kultur- und Aktionssommer von Juni bis Oktober geben, um das Veranstaltungsleben wieder in Schwung zu bringen.

Dabei sollen regionale Kulturschaffende, Vereine, Händler sowie Gastronomen eingebunden und unterstützt werden. Indem der Fokus nun auf mehreren kleineren Events sowie auf Straßenkunst, - aktionen und -kultur liegt, lassen sich die einzelnen Veranstaltungen wesentlich flexibler umsetzen. Dies sei nach Aussage der Stadt wichtig, da noch niemand wisse, wie sich die Pandemie im Laufe des Jahres weiterentwickelt und was alles möglich sein wird.

Vor allem werden die Veranstaltungsorte entzerrt. Statt fest definierter Flächen soll es beispielsweise kleine Aktions- und Kulturinseln oder mobile Straßenkünstler geben, die sich im Innenstadtgebiet verteilen.

Beim Herbstzauber 2020, so das Rathaus, habe man damit bereits gute Erfahrungen gesammelt. Zudem könne es an geeigneten Orten wie dem Klosterhof oder der Elbwiese gebündelte Aktionsflächen geben - weil dort Einlasskontrollen und somit eine eventuell geforderte Kontaktnachverfolgung möglich ist.

Feiern bis in den Herbst hinein

Doch nicht nur räumlich, sondern auch zeitlich sollen sich die Veranstaltungen entzerren. Anstatt sich auf ein Wochenende zu konzentrieren, soll der Feier-Zeitraum über den gesamten Sommer bis in den Herbst hinein ausgedehnt werden.

Der Fokus soll unter anderem auf den sogenannten Straßenkultur-Samstagen von 14 bis 18 Uhr sowie auf verschiedenen, eigenständigen "Satelliten-Events" - zum Beispiel ein Schaustellerpark, ein Sommertheater im Klosterhof, eine Mondscheinlesung, die Pirnaer Einkaufsnacht oder der Herbstzauber - liegen.

Auf diese Weise will die Stadt den Schwung der Tourismussaison nutzen und zugleich positive Werbung für Pirna generieren.

Ideen und Vorschläge gesucht

Geplant ist, am 19. Juni - der ursprüngliche Stadtfest-Samstag - mit dem ersten Straßenkultur-Samstag zu starten. Bis Oktober sollen weitere Veranstaltungen folgen - stets unter Berücksichtigung der aktuellen Lage. Die Vorbereitungen und Gespräche mit Partner sowie Unterstützern laufen nach Aussage der Stadt bereits.

"Mit diesem Konzept sind wir in diesem Jahr bestens gerüstet, um wieder mehr Leben in unsere Straßen und Gassen zu bringen", sagt Hanke. Dieser Plan sei vor allem flexibel und anpassbar und könne damit auf jedwede Entwicklung in dieser Pandemie reagieren.

Die ersten guten Vorzeichen seien da, dass die Gesellschaft wieder aus der Schockstarre erwache. "Unsere Innenstädte sind nun mal das Beste, was wir zu bieten haben. Und das soll auch in Zukunft so bleiben", so der Rathauschef.

Wer beim Kultursommer mitmachen möchte, ist bei den Organisatoren gern gesehen. Ideen und Vorschläge von Einwohnern, Künstlern, Vereinen und allen anderen nimmt die KTP per E-Mail [email protected] entgegen.

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