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Pirna: Schöner rasten an der Weinstraße

Die Pirnaer Weinfreunde komplettieren die Sitzgruppe am Copitzer Hauptplatz. Das wird am 17. Juli gefeiert - natürlich im Namen des Rebensaftes.

Eingeschwebt: Steinmetz Gabriel Heimann richtet die Platte für den neuen Tisch aus, der nun die Sitzgruppe der Pirnaer Weinfreunde am Copitzer Hauptplatz komplettiert.
Eingeschwebt: Steinmetz Gabriel Heimann richtet die Platte für den neuen Tisch aus, der nun die Sitzgruppe der Pirnaer Weinfreunde am Copitzer Hauptplatz komplettiert. © Daniel Schäfer

Als einige Enthusiasten 2015 den Verein "Pirnaer Weinfreunde" gründeten, waren die Ziele schnell umrissen. Die Ehrenamtler wollten die Jahrhunderte alte Weinbautradition in Pirna wieder ins Bewusstsein rücken, ein Weinviertel etablieren sowie darauf aufmerksam machen, dass die Sächsische Weinstraße in Pirna beginnt.

Um Letztes sichtbar zu manifestieren, ließen die Weinfreunde 2017 am Hauptplatz in Copitz eine Weinsäule aufstellen, kunstvoll aus Sandstein gefertigt von Steinmetz Gabriel Heimann. Die Säule hat einen Wert von über 10.000 Euro, private Sponsoren gaben Geld für Material und die Arbeiten.

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Der besondere "Weinstein" markiert nun den Beginn der Sächsischen Weinstraße, und er verhilft dem zuvor eher etwas tristen Hauptplatz zu mehr Chic. Doch bei der Säule allein sollte es nicht bleiben.

Die Idee: ein besonderer "Weinstein"

Die Weinfreunde sannen nach einer Idee, um sich neben der Stele auch mal zur Rast niederlassen zu können. Zum Weinblütenfest 2020 war dann der Anfang gemacht: Neben der Weinsäule ließ der Verein zwei sandsteinerne Bänke aufstellen, ebenfalls geformt von Gabriel Heimann. "Material und Form sollen an die barocke Zeit erinnern", sagt Wolfgang Winn von den Weinfreunden.

Die Stadt gab 2.500 Euro für die Bänke dazu, die übrigen Kosten übernahmen wiederum private Sponsoren. Doch auch dabei wollten es die Weinfreunde nicht bewenden lassen. Etwas fehlte noch zum Glück.

Neue Bänke werden "eingefeiert"

Der Rest kommt nun in diesem Jahr dazu, in Gestalt einer dritten Bank sowie eines Tisches. "Damit ist die Sitzgruppe komplett, mit der wir der Weinstraße ein Denkmal setzen", sagt Winn. Nun könne man an dem einstigen Durchgangsplatz hervorragend sitzen, über Wein und Weinstraße philosophieren oder sich einfach mal ausruhen.

Die dritte Bank und der Tisch werden in dieser Woche von Gabriel Heimann aufgestellt. "Es ist toll, dass wir das in so kurzer Zeit geschafft haben. Es ist ein hübsches Plätzchen entstanden, das den Hauptplatz bereichert", sagt Winn.

Ganz offiziell Platz nehmen auf dem neuen Sandsteingestühl können Gäste am 17. Juli, dann feiern die Weinfreunde ab 14 Uhr abermals ein Weinblütenfest am Copitzer Hauptplatz, mit Rebensaft und Geselligkeit. Alle Interessenten sind eingeladen, damit Platz zum Feiern ist, wird der Parkplatz am Hauptplatz vorübergehend gesperrt.

"Das Fest ist eine hübsche, kleine Tradition geworden, über die sich auch die Anwohner freuen", sag Winn. Die Anwohner liefern den Strom für das Fest, an der Hauptstraße in Copitz unweit des Feier-Geländes gibt es auch eine öffentliche Toilette, so muss der Verein keine extra Dixi-Klos aufstellen.

Darauf ein Gläschen Spätburgunder: Rico Kaßmann, Rainer Rußig, Ulrich Glaser, Gabriel Heimann und Wolfgang Winn (v.l.) stoßen auf die fertige Sitzgruppe an.
Darauf ein Gläschen Spätburgunder: Rico Kaßmann, Rainer Rußig, Ulrich Glaser, Gabriel Heimann und Wolfgang Winn (v.l.) stoßen auf die fertige Sitzgruppe an. © Daniel Schäfer

Fahrradständer und Info-Tafel geplant

Doch auch mit Vollendung der Sitzgruppe sind die Pläne der Weinfreunde für diesen Standort noch längst nicht erschöpft. Im kommenden Jahr wollen sie dort eine kleine Info-Tafel aufstellen, darauf wollen sie notieren, wer das Projekt initiiert und dabei geholfen hat. Dazugesellen soll sich auch ein Fahrradständer, damit Radler einen Abstecher zu den Bänken und der Weinsäule machen und dabei ihre Räder komfortabel abstellen können.

Längst fertig ist indes der Flyer zum Rundweg durch das Pirnaer Weinviertel, der großen Anklang fand. Markante Aussichtspunkte, Weinberge, Besenwirtschaften, Gaststätten und die Geschichte zum Weinbau in Pirna ist darin aufgelistet.

Auf diesem Rundweg können Geocacher seit einiger Zeit auch auf digitale Schnitzeljagd gehen. Entlang des Weges sind mehrere Schatzkästchen - sogenannte Geocaches - versteckt, die es mittels GPS-Daten aufzuspüren gilt. Weiter Infos dazu finden sich auf der Internetseite www.pirnaer-weinfreunde.de.

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