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Döner-Duft in der Dohnaischen

Im Oktober öffnet der "Istanbul-Grill" in der Pirnaer Altstadt. In der ersten Woche lockt er mit einem Sonderangebot, worüber sich nicht nur die Kunden freuen werden.

Noch ist hier eine Baustelle, doch bald werden Döner-Kebab und andere Speisen serviert, sagen die Betreiber Hakan Karadogan (links) und Ercan Sagir (rechts).
Noch ist hier eine Baustelle, doch bald werden Döner-Kebab und andere Speisen serviert, sagen die Betreiber Hakan Karadogan (links) und Ercan Sagir (rechts). © Daniel Schäfer

Das Gastronomie-Karussell in Pirna dreht sich weiterhin schnell. Vor dem Lockdown wurden in der Dohnaischen Straße 31 indische Reis-Gerichte serviert, jetzt zieht hier ein Döner-Laden ein.  Aus dem "Curry-Haus" wird der "Istanbul-Grill". Ercan Sagir (37) und sein Kollege Hakan Karadogan (29) sind die künftigen Betreiber des Ladenlokals, in dem sie derzeit fleißig werkeln. Die Theke mit den Dönergrills ist bereits montiert. Eigentlich wollten die Unternehmer aus Dresden am 1. Oktober eröffnen, doch der Zeitplan ist nicht einzuhalten. "Wir müssen unter anderem noch die komplette Lüftung anbauen, die Firmen lieferten nicht rechtzeitig", berichtet Karadogan. Beide hoffen, dass sie in der ersten Oktoberwoche, aber spätestens Mitte Oktober den "Istanbul-Grill" aufmachen können. 

Kein Preiskampf

Der Name des Lokals spiegelt die Speisekarte wieder. Es gibt Döner in allen Varianten, Pide, Teigtaschen sowie Nudeln, Burger und Salate. Natürlich darf der Klassiker Lahmacun, die türkische Pizza, nicht fehlen. Der "Istanbul-Grill" ist ein Imbiss, bei dem es sämtliche Gerichte zum Mitnehmen gibt, dennoch können die Gäste ihr Essen aber auch in dem Lokal verzehren.  Die Betreiber richten Tische und Stühle ein, sodass drinnen rund 20 Personen Platz haben werden. Bei schönem Wetter stehen den Gästen draußen Plätze zur Verfügung.

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Nun wissen beide Unternehmer auch, dass sie mit ihrem Angebot nicht gerade in eine Lücke in Pirna springen. In der Altstadt gibt es gefühlt mindestens zehn Döner-Läden. "Ja, das stimmt, aber wir machen gute Preise und wollen mit Qualität überzeugen", sagt Ercan Sagir. Er will nicht missverstanden werden. "Wir wollen die anderen Döner-Läden nicht mit Dumpingpreisen ausstechen. Ich denke, es leben und arbeiten genug Menschen in Pirna, sodass ein weiterer Döner-Laden auch noch Gäste haben wird." Sein Kollege Hakan Karadogan nickt. Der normale Döner kostet 3,80 Euro im "Istanbul-Grill". Für Extras muss mehr gezahlt werden. 

Döner essen für einen guten Zweck

Schnäppchenjäger mit besonders großen Appetit sollten die Eröffnungswoche nicht verpassen. In den ersten sieben Tagen kostet der Döner lediglich 1,99 Euro. Davon profitieren nicht nur die Gäste, sondern auch Menschen, die Hilfe brauchen. Den kompletten Umsatz  am ersten Tag wollen die Betreiber der Kinderambulanz in Leipzig spenden. "Die Mitarbeiter werden an dem Eröffnungstag auch einen Stand vor dem Lokal aufbauen und über ihre Arbeit informieren", sagt Karadogan. Der Umsatz am zweiten Tag soll ebenfalls gespendet werden, eventuell dem DRK in Pirna. "Aber darüber müssen wir uns nochmal Gedanken machen", meint Ercan Sagir. 

Die zwei neuen Gastronomen sind nicht neu auf dem Gebiet. Beide stammen aus der Türkei und leben schon seit mehreren Jahren in Dresden. In der quirligen Neustadt besaß Karadogan von 2013 bis 2020 bereits einen Döner-Laden, den er jetzt wegen Corona aufgab. Ercan Sagir arbeitete bisher als Angestellter in der Gastronomie. "Mein Traum war es schon seit Langem, dass ich mich selbstständig mache", berichtet er. Über einen Freund erfuhren sie von dem leerstehenden Laden in der Dohnaischen Straße, fuhren nach Pirna und schlugen beim Mietvertrag zu. "Die Lage ist sehr gut; viele Passanten kommen hier vorbei", schätzt Sagir ein. 

Weitere Lokale öffnen demnächst

Der Istanbul-Grill ist allerdings nicht das einzige Lokal, dass in Kürze in der Dohnaischen Straße eröffnet. Etwas weiter runter in Richtung Elbe macht demnächst Thi Mai Lan Le einen Imbiss mit asiatischen Speisen  auf. Ihr Laden heißt "Lani's Asia foods to go". Auf der Speisekarte stehen hauptsächlich Gerichte und Spezialitäten aus Vietnam. Unter anderem gibt es vietnamesische Frühlingsrollen, die bekannte Reisnudelsuppe Pho und Leckereien mit Huhn, Rind und Fisch. Aber Frau Le will auch vegetarische Gerichte anbieten. Und sie greift auf die japanische Küche zurück, denn im Lani's steht ebenso Sushi auf der Karte. "Schon seit längerer Zeit habe ich mir überlegt, einen Sushi-Laden in Pirna zu eröffnen", berichtet Le. 

Gleich gegenüber, wo ehemals das "Curry B" war, gibt es künftig iranische und aserbaidschanische Spezialitäten, für den schnellen Hunger auch Döner, Schnitzel, Pizza und Spaghetti. Der Imbiss wird im Erdgeschoss eingerichtet, das Restaurant im Obergeschoss.

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