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Rauenstein sucht neuen Pächter

In der Berggaststätte oberhalb von Weißig werden Wanderer seit 2006 von Familie Kaiser bewirtet. Die geht in den Ruhestand. Dennoch soll weiter gekocht werden.

Vom Imbiss zur Berggaststätte: Etwa 65 Gäste haben auf dem Rauenstein Platz.
Vom Imbiss zur Berggaststätte: Etwa 65 Gäste haben auf dem Rauenstein Platz. © Maja Ludwig

Soljanka, Bratwurst, Kesselgulasch: Wanderer, die sich auf dem Rauenstein bei Weißig stärken wollen, erwartet in der Saison deftige Hausmannskost. Zumindest bis dieses Jahr. Denn nach 14 Jahren verabschieden sich die bisherigen Wirte von der Berggaststätte. Familie Kaiser, die die Baude seit 2006 betrieben hat, wird ab 2021 nicht mehr als Pächter zur Verfügung stehen.

„Familie Kaiser hat sich viele Jahre um das Wohl der Gäste bemüht und wird nun in den wohlverdienten Ruhestand gehen", sagt der Dresdner Unternehmer Konrad Schmidt. Er wird noch in diesem Jahr die traditionsreiche Berggaststätte auf dem Rauenstein übernehmen. Selbst in der Küche stehen will Schmidt jedoch nicht. Damit die Rauensteinbaude auch künftig ein beliebter Anlaufpunkt bleibt, sucht er für die kommende Saison und die nächsten Jahre einen neuen Gastwirt, der die Baude ab März betreibt.

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Imbiss wird 2006 zu Baude

Schon seit 1893 können Ausflügler und Wanderer auf dem Rauenstein einkehren. Die letzten Pächter sanierten den früheren Imbiss 2006 und verwandelten ihn zu einer richtigen Berggaststätte mit zwei Stuben. Außerdem gibt es mehrere Terrassen und Platz für insgesamt rund 65 Gäste. Die Lebensmittel gelangen über einen Warenaufzug in die Küche. Dort soll nach der Winterpause ab März 2021 wieder gebrutzelt werden.

Mehr als 300 Meter hoch: Der Rauenstein mit der Berggaststätte.
Mehr als 300 Meter hoch: Der Rauenstein mit der Berggaststätte. © Maja Ludwig

Das hofft der neue Betreiber Konrad Schmidt. Der Dresdner, der sich selbst als Elbsandsteinfan bezeichnet, hat sich mit der Übernahme der Bergbaude einen Traum erfüllt. „Der Rauenstein ist nicht nur ein bekannter Anziehungspunkt, sondern für mich auch ein ganz besonderes Fleckchen Erde“, verrät er. In seiner Jugend sei er oft hier unterwegs gewesen und kenne das Umland daher mehr als gut.

"Ein glücklicher Zufall wollte es nun, dass ich über eine Anzeige der IHK stolperte, die einen neuen Eigentümer für die Berggaststätte suchte", erklärt Schmidt. Er hofft, zeitnah motivierte Betreiber zu finden, die das Potential dieses einmaligen Ortes erkennen und hoch oben auf dem Gipfel einen Ort zum Auftanken weiterführen wollen“, so Schmidt.

Der Rauenstein ist ein 304 Meter hoher Tafelberg nahe Weißig bei Struppen. Vom Gipfel aus haben Wanderer einen Panoramablick auf die gegenüberliegende Bastei, den Lilien- und Königstein. Zudem führt der deutschlandweit bekannte Malerweg am Rauenstein vorbei.

Interessenten für die Berggaststätte können sich per E-Mail an [email protected] wenden.

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