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Pirna

SOE: Zäune gegen den Krötentod

Im Landkreis wurde an zahlreichen Straßen Amphibienschutzzäune aufgestellt. Viele Ehrenamtliche betreuen die Strecken.

Die Krötenwanderung hat wieder begonnen. Im Landkreis SOE wurden Schutzzäune aufgestellt.
Die Krötenwanderung hat wieder begonnen. Im Landkreis SOE wurden Schutzzäune aufgestellt. © Steffen Unger

Vorsicht! Erdkröte und Grasfrosch sind wieder unterwegs. Die Laichwanderung der Amphibien hat begonnen. Damit die Tiere sicher über die Straßen kommen, wurde an zahlreichen Strecken im Landkreis Schutzzäune errichtet, unter anderem an der Hummelmühle im Lockwitztal, in Rennersdorf, Thürmsdorf, sowie am Försterteich in Lohmen. Das teilt Umweltamtsleiterin Dr. Birgit Hertzog vom Landratsamt auf Nachfrage von Sächsische.de mit.

Naturschützer tragen die Tiere über die Straße

Die Amphibienschutzzäune werden vom Landschaftspflegeverband Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (LPV) in enger Zusammenarbeit mit engagierten Bürgern betreut, denen der Amphibienschutz wichtig ist. "Die Beschäftigungsgesellschaft Pirna mit Herrn Neumann an der Spitze kümmert sich beispielsweise um etliche mobile Zäune. In Graupa baut und betreut die Ortsgruppe Graupa des BUND den Zaun am ehemaligen Borsbergbad", informiert Hertzog. Weniger Kilometer weiter in Pirna-Jessen tragen Naturschutzhelfer des Landkreises die Kröten in Eimern über die Straße.

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Runter vom Gas

Zwar gibt es an den Zaunstrecken keine Geschwindigkeitsbegrenzung, aber oftmals wird mit einem Extra-Schild auf die Krötenwanderung hingewiesen. Autofahrer sollten den Fuß vom Gaspedal nehmen. Wenn Autofahrer mit hoher Geschwindigkeit die auf der Straße hockende Kröte zwischen die Räder nehmen, kann diese einen qualvollen Tod durch aerodynamische Druckeffekte sterben, die vor und unter dem Auto entstehen. Slalomfahren ist deshalb auch keine Lösung. Darüber hinaus werden jährlich zahlreiche Tiere von Autos überrollt.

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