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Graupa: Neues Schwanengehege kurz vor Baustart

Gelder und Pläne für das Projekt liegen bereits auf dem Tisch. Die neuen Teichbewohner erhalten dann am Standort ihr Gnadenbrot.

Auf dem Schlossteich des Jagdschloss Graupa bei Pirna sollen statt der Plastik-Schwäne bald wieder echte Schwäne schwimmen.
Auf dem Schlossteich des Jagdschloss Graupa bei Pirna sollen statt der Plastik-Schwäne bald wieder echte Schwäne schwimmen. © Daniel Schäfer

Das geplante Schwanengehege, das am Graupaer Schlossteich errichtet werden soll, ist kurz vor dem Baustart. "Die Arbeiten für das Gehege werden gerade vorbereitet. Der konkrete Start-Termin steht allerdings noch nicht fest", sagt Pirnas Stadtsprecherin Jekaterina Nikitin. Klar ist jedoch bereits, dass das Schwanengehege laut Plan bis Ende Juli fertiggestellt wird.

Die Gesamtkosten des Projektes belaufen sich auf 28.000 Euro, wobei rund 19.000 Euro über das Programm Leader gefördert werden und die restlichen knapp 9.000 Euro Eigenanteil über den Verein Pro Graupa in Form von Spenden gesammelt wurden.

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Eingesetzt werden flugunfähige Tiere

Das Konzept sieht eine eingezäunte Grünfläche östlich des Teiches vor. Diese Fläche muss eine Überdachung haben, damit im Fall der Vogelgrippe die Tiere in Quarantäne genommen werden können. Außerdem wird eine Art Aufstiegstreppe für die Schwäne von der Wasserfläche zur Grünfläche angelegt. Die Schwanenburg für den Nestbau steht bereits auf dem Areal.

Eingesetzt werden flugunfähige Tiere. Mit der Wildvogelauffangstation auf Hiddensee, wo solche Tiere abgegeben werden, hat Graupas Ortsvorsteher Gernot Heerde bereits Kontakt aufgenommen. "So bekommen diese Schwäne bei uns dann ihr Gnadenbrot."

Schwanenfrau Elsa verfängt sich im Zaun

Heerde betont, dass seit 1933 Schwäne auf dem Schlossteich gehalten werden. Zuletzt wurden vor knapp acht Jahren Jungschwäne auf dem Graupaer Teich ausgesetzt. Mit tragischem Ende. 2013 starb Schwanenfrau Elsa, nachdem sie sich bei Flugversuchen im Zaun des Schlossteiches verfangen und sich die Flügel verletzt hatte.

Ihr Bruder Gottfried war bereits kurz nach dem Einsetzen der beiden Tiere tot im Schwanenhäuschen aufgefunden worden. Wahrscheinlich war er an einer Infektion verendet. Das Jungschwäne-Geschwisterpaar stammte damals aus Neustadt. Seither ziehen nur noch Plastikschwäne ihre Bahnen auf dem Teich - dabei ist der Schwan das Wappentier von Graupa.

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