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Pirna

Graupas grüner Teppich

Der Schlossteich ist voller Algen. Jetzt soll das Problem aber gelöst werden. Außerdem bekommen die dicken Karpfen bald weiße Gesellschaft.

Der Schlossteich in Graupa ist mit Algen bedeckt.
Der Schlossteich in Graupa ist mit Algen bedeckt. © Norbert Millauer

Die Farbe Grün überwiegt derzeit in dem Schlossteich in Graupa. Ein Algenteppich zieht sich über die Wasserfläche, sodass sich das schöne helle Jagdschloss kaum noch auf der Wasseroberfläche spiegeln kann. Viele Graupaer und Besucher fragen sich, was ist passiert?

Dabei ist das Problem nicht neu. Bereits in den zwei vergangenen Jahren hatte sich ein Algenteppich auf dem Schlossteich gebildet, berichtet Graupas Ortsvorsteher Gernot Heerde.  "Es wurde auch schon versucht, die Algen abzufischen, allerdings hatte die Aktion nur wenig Erfolg", sagt der Ortschef, der die Ursache des Problems kennt. Der Schlossteich werde unterirdisch mit Wasser gespeist. Infolge der trockenen heißen Sommer seit drei Jahren  sei der Grundwasserspiegel jedoch gesunken. Die Folge? Frisches sauerstoffreiches Wasser fließt nicht mehr nach, was die Algenbildung beschleunigt, so Heerde. Die Lösung? Im aktuellen Haushaltsplanentwurf der Stadt Pirna für 2021/2022 steht die Sanierung des Tschaikowskiparkes in Graupa. Das Areal grenzt an den Schlossteich. Der Tschaikowskipark hat eine Quelle, die unterirdisch in den Marktweggraben nahe des Gärtnerweges abgeleitet wird . "Der Plan ist, diese Quelle im Zuge der Sanierung künftig über den Schlossteich abzuleiten, sodass der Teich mit zusätzlichem Frischwasser versorgt wird", erläutert Heerde. In diesem Zusammenhang betont er, dass es sich bei der Algenbildung um keine Umweltverschmutzung oder um Blaualgen handele. "Das Wasser ist sauber", so Heerde und zum Beweis zeigt er auf die dicken Karpfen, die gesund und gemächlich in dem Wasser schwimmen. 

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Noch schwimmen lediglich Plastikschwäne auf dem Graupaer Schlossteich. Das soll sich ändern.
Noch schwimmen lediglich Plastikschwäne auf dem Graupaer Schlossteich. Das soll sich ändern. © Norbert Millauer

Wann schwimmen echte Schwäne auf dem Teich?

Außer den wohlgenährten Karpfen schwimmen vier Schwäne auf dem Teich. Allerdings sind es lediglich Attrappen. Auf lebendige Schwäne wartet  Graupa noch.  Zuvor muss nämlich  das Schwanengehege errichtet werden. Die Stadt Pirna hat dafür bereits Fördergelder über das Leader-Programm beantragt. Die Förderung beläuft sich auf 22.500 Euro. Die notwendigen Eigenmittel in Höhe von 7.500 Euro wurden vom Verein Pro Graupa über eine Spendenaktion eingeworben. "Jetzt muss nur noch das Landratsamt als Prüfbehörde der Finanzierung zustimmen", sagt Heerde. Sobald das Okay vorliege, wolle die Stadt das Projekt öffentlich ausschreiben. "Wir hoffen, dass noch in diesem Jahr gebaut wird",  informiert der Ortsvorsteher. 

Das Konzept sieht eine eingezäunte Grünfläche östlich des Teiches vor. Diese Fläche muss eine Überdachung haben, damit im Fall der Vogelgrippe die Tiere in Quarantäne genommen werden können. Außerdem wird eine Art Aufstiegstreppe für die Schwäne von der Wasserfläche zur Grünfläche angelegt. Die Schwanenburg für den Nestbau steht bereits auf dem Areal. Eingesetzt werden flugunfähige Tiere. Mit der Wildvogelauffangstation auf Hiddensee, wo solche Tiere abgegeben werden, hat Gernot Heerde bereits Kontakt aufgenommen. "So bekommen diese Schwäne bei uns dann ihr Gnadenbrot", ordnet der Ortsvorsteher ein.

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