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So geht es bei Lok Pirnas Handballern weiter

Uwe Heller, Geschäftsführer der Pirnaer Regionalliga-Handballer, fordert, Dinge ruhiger anzugehen und die Erwartungshaltung nicht zu hochzuschrauben.

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Uwe Heller fordert mit Blick auf die neue Spielzeit „von Beginn an höchste Konzentration.“
Uwe Heller fordert mit Blick auf die neue Spielzeit „von Beginn an höchste Konzentration.“ © Marko Förster

Von Robert Körner und Jürgen Schwarz

Pirna. Die Handball-Saison 2023/24 in der Mitteldeutschen Oberliga hat die SG Pirna/Heidenau auf Platz acht beendet. Am 7. September geht es für die Eisenbahner mit einem Heimspiel ins neue Spieljahr. Die HG 85 Köthen wird in der Halle auf dem Pirnaer Sonnenstein zu Gast sein. Gespielt wird künftig unter der Bezeichnung „Regionalliga“, nachdem es innerhalb des Deutschen Handball-Bundes eine Strukturveränderung gegeben hat. Lok-Geschäftsführer Uwe Heller stellte sich zum Gespräch mit Sächsische.de.

Herr Heller, wie beurteilen Sie die Leistung der Mannschaft in der vergangenen Saison?

Unsere Leistungen waren sehr durchwachsen. Starke Phasen wechselten sich mit Dürreperioden ab. Gründe dafür gibt es mehrere, die intern ausgewertet wurden. In den letzten Spielen zeigte die Formkurve wieder nach oben, was uns Zuversicht gibt für die kommende Spielzeit.

Was waren die größten Herausforderungen?

Wir hatten abermals viele, teils schwere Verletzungen, beginnend mit dem erneuten Kreuzbandanriss von Friedrich Kleinert. Dies geschah bereits im ersten Spiel, was es von da an zu kompensieren galt. Hinzu kommt, dass unser Kapitän und Leistungsträger „Toto“ Schneider schon seit zwei Jahren nur reduziert trainieren und spielen kann, da er an einer langwierigen Geschichte laboriert. Nicht zuletzt dauerte die Integration der drei neuen Feldspieler (J. Talevski, R. Wilga und M. Sarajlic/Anm. d. Red.), teils auf Schlüsselpositionen, länger als geplant.

Welche Schlüsse ziehen Sie aus dieser Spielzeit?

Wir müssen gesamtheitlich die Dinge ruhiger angehen und dürfen unsere Erwartungshaltung nicht zu hoch schrauben. Gerade neuen Spielern müssen wir einfach mehr Zeit zugestehen, um sich in unser anspruchsvolles taktisches Konzept integrieren zu können. Gegen Verletzungen ist man nie gefeit, an dieser Stelle muss das Team dann alles in die Waagschale werfen, um die entstandenen Lücken zu schließen.

Wie wird die Mannschaft die Sommerpause verbringen?

Dusan Milicevic gibt jedem Spieler einen individuellen Plan an die Hand, um schon Grundlagen für die neue Spielzeit zu legen. Ende Juli trifft sich das Team zum Auftakttraining und startet gleich danach ins Trainingslager.

Wie schätzen Sie die Konkurrenz in der nächsten Saison ein?

Die Liga ist eine Wundertüte. Wie ausgeglichen sie ist, haben wir in der abgelaufenen Spielzeit gesehen. Dazu kommen drei hoch motivierte Aufsteiger. Von Beginn an ist höchste Konzentration gefragt.

Wie wichtig ist die Unterstützung durch die Fans?

Sie sind zu Hause und auch auswärts ein sehr wichtiger Faktor. Was auf dem Sonnenstein mitunter abgeht, rechtfertigt den Namen „Hölle Ost“ auf jeden Fall. Als Dankeschön lassen wir uns immer wieder spezielle Aktionen einfallen. Zuletzt konnten die Fans online abstimmen, wie das neue Heimtrikot ab der kommenden Spielzeit aussehen soll. Ich kann jetzt schon sagen, sie haben Geschmack bewiesen.

Welche Werte und Prinzipien sind Ihnen als Manager wichtig?

Mein Motto ist es, jeden Menschen so zu behandeln, wie man selbst behandelt werden möchte. Ein offener Umgang im Miteinander und klare Worte helfen dabei. Ebenso ist mir eine gesunde Fehlerkultur wichtig. Keiner von uns ist frei davon, welche zu begehen, aber wenn das der Fall ist, dann sollte man tunlichst dazu stehen.

Bekommt Robert Ultsch, der seine Laufbahn beendet hat, ein Abschiedsspiel?

Ja. Am 1. September verabschiedet sich „Ulek“ mit einem Spiel gegen ehemalige Mitstreiter vom Pirnaer Publikum. Bei dieser Gelegenheit wird unser Kader den Fans vorgestellt und die Jungs und Trainer stehen danach Rede und Antwort. Und, unser neues Trikot mit den Abbildungen Pirnas und der Sächsischen Schweiz wird da nicht nur erstmals offiziell zu bestaunen, sondern auch zu erwerben sein. Den Termin sollte sich jeder Eisenbahner vormerken.