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Höchststand an Covid-Patienten in Kliniken

In den Krankenhäusern in Pirna, Freital und Dippoldiswalde kann von einer Entspannung keine Rede sein. Das Virus wird zur Dauerbelastung.

Schwester Sylke bringt ein neues Beatmungsgerät
zu einem Patienten im Freitaler Krankenhaus.
Schwester Sylke bringt ein neues Beatmungsgerät zu einem Patienten im Freitaler Krankenhaus. © Egbert Kamprath

Während die Infektionszahlen offenbar den Höhepunkt erreicht haben, ist dieser in den Krankenhäusern auch zwei Wochen nach dem erneuten Lockdown nicht absehbar. Im Gegenteil. Die Helios-Kliniken in Pirna, Freital und Dippoldiswalde meldeten am Montag, 16. November, neue Höchstzahlen.

Demnach werden in den Kliniken in Freital und Dippoldiswalde aktuell 37 Covid-19-Patienten stationär behandelt. Das sind so viele wie noch nie. Vier der Patienten müssen auf der Intensivstation behandelt werden.

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In der Helios-Klinik in Pirna sind aktuell 33 Betten mit Covid-19-Patienten belegt. Auch dort sind es jetzt so viele wie noch nie. In der Pirnaer Klinik müssen zehn der Patienten auf der Intensivstation versorgt werden. Das geht aus Veröffentlichungen der Helios-Kliniken hervor.

Anzahl der Covid-19-Fälle in den Helios-Kliniken Freital und Dippoldiswalde. Quelle: Helios-Kliniken
Anzahl der Covid-19-Fälle in den Helios-Kliniken Freital und Dippoldiswalde. Quelle: Helios-Kliniken © Helios-Kliniken

Krankenhaus-Versorgung weiter gesichert

Im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge sind derzeit 28 Prozent der Intensivbetten mit Covid-Patienten belegt. Das ist im Intensivregister des Vereins Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) im Internet für jeden nachlesbar.

Trotz der hohen Belastung des Personals ist die medizinische Versorgung weiter gewährleistet. Allerdings musste das Pirnaer Klinikum melden, dass die Auslastung der Intensivbetten, in denen überwachungspflichtige Patienten versorgt werden, die keine invasive Beatmung bedürfen (Low-Care), die zweite von drei Stufen erreicht hat. Sie stehen deshalb nur noch "begrenzt" zur Verfügung. Intensivbetten, bei denen Patienten invasiv beatmet werden können, sind aber noch ausreichend vorhanden.

"Das Divi-Intensivregister stellt die Abbildung einer zeitlich eng begrenzten Momentaufnahme dar", teilt die Helios-Klinik Pirna mit. Begrenzte Kapazitäten sind nicht immer zwingend auf die hohe Zahl an Covid-Patienten zurückzuführen. Ursache kann auch eine hohe Aufnahmerate von Patienten aus der Notaufnahme sein oder eine medizinisch notwendige Überwachung nach Operationen. "Gerade solche Patienten können in der Regel nach wenigen Stunden auf eine Normalstation verlegt werden, wodurch die Low-Care-Kapazitäten wieder in größerem Umfang zur Verfügung stehen", heißt es von der Klinik.

Anzahl der Covid-19-Fälle in der Helios-Klinik Pirna. Quelle: Helios-Kliniken
Anzahl der Covid-19-Fälle in der Helios-Klinik Pirna. Quelle: Helios-Kliniken © Helios-Kliniken

Intensivkapazitäten können erweitert werden

Wichtig ist die aktuelle Auslastung der Intensivbetten jedoch für die Zentrale Krankenhausleitstelle (KLS) am Universitätsklinikum Dresden. Die stellt sicher, dass Patienten gleichmäßig in den Krankenhäusern der Region verteilt werden.

Die genannte Momentaufnahme ist demnach auch kein zwingender Indikator dafür, ob eine Aufstockung von Intensivkapazitäten notwendig ist. "Alle Kliniken in der Region sind technisch und personell darauf vorbereitet, ihre Intensivkapazitäten zu erweitern, falls die aktiven Kapazitäten in den beteiligten Krankenhäusern absehbar vollständig ausgelastet sein sollten", teilen die Helios-Kliniken mit.

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Der Artikel wurde am 16. November, 18.30 Uhr, aktualisiert.

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