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Was hat Wohnen in Pirna mit Kirschen zu tun?

Die WGP gibt einem Wohnquartier auf dem Sonnenstein einen besonderen Namen - und hat speziell mit einem Haus baulich noch so einiges vor.

Der Sonnensteiner StadtteilmanagerPeter Erhardt(l.) und WGP-Chef Jürgen Scheible: Namenstaufe zum "Quartier Kirschenhöfe".
Der Sonnensteiner StadtteilmanagerPeter Erhardt(l.) und WGP-Chef Jürgen Scheible: Namenstaufe zum "Quartier Kirschenhöfe". © Daniel Schäfer

Das Wort "Hanami" stammt aus dem Japanischen und bedeutet so viel wie "Blüten betrachten". Zugleich bezeichnet es jene japanische Tradition, in jedem Frühjahr mit Kirschblütenfesten die Schönheit der in Blüte stehenden Kirschbäume zu feiern.

Ein solches Hanami, wenn auch in etwas kleinerer Form, lässt sich jetzt auf dem Pirnaer Sonnenstein erleben.

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Die städtische Wohnungsgesellschaft Pirna (WGP) hat anlässlich des internationalen "Tag des Baumes", der alljährlich am 25. April begangen wird, im Wohngebiet an der Julius-Fucik-Straße mehrere Zierkirschen pflanzen lassen. Zugleich taufte Pirnas Großvermieter das Wohnareal auf den Namen "Quartier Kirschenhof". WGP-Geschäftsführer Jürgen Scheible enthüllte gemeinsam mit dem Sonnensteiner Stadtteilmanager Peter Erhardt das passende Schild.

Bäume erinnern an frühere Kirschplantagen

Der neue Quartiersname sowie die Obstbäume, deren Früchte allerdings nicht essbar sind, haben ihren Ursprung in der Vergangenheit dieses Gebietes. "Alteingesessene Sonnensteiner haben uns verraten, dass sich hier vor dem Bau des Wohngebietes ausgedehnte Kirschplantagen befanden", sagt WGP-Sprecher Sören Sander.

Das Unternehmen griff die Tradition schon vor geraumer Zeit auf. So ließ die WGP bereits im vergangenen Jahr eine Freifläche zwischen dem hellgrünen Heizhaus und der Fucikstraße mit neuen Wegen und einem neuen Spielplatz gestalten sowie erste Zierkirschen pflanzen. Diese Variante geht zurück auf den Vorschlag eines Studenten, der sich bei der WGP ausbilden lässt.

Die Enthüllung des neuen Namensschildes und die zusätzlichen Gehölze bilden nun den Abschluss dieser Arbeiten an den Außenanlagen. Die WGP wird das Wohnareal künftig als "Quartier Kirschenhof" vermarkten.

Wohnhaus Julius-Fucik-Straße 27 bis 57 auf dem Sonnenstein: Noch in diesem Jahr will die WGP damit beginnen, die Fassade zu renovieren.
Wohnhaus Julius-Fucik-Straße 27 bis 57 auf dem Sonnenstein: Noch in diesem Jahr will die WGP damit beginnen, die Fassade zu renovieren. © Daniel Schäfer

Neue Grundrisse sollen Familien anlocken

Für die WGP ist der Kirschenhof mit seinem beinahe ländlichen Charakter ein wichtiger Wohnstandort. Die Häuser stammen überwiegend aus den 1960er Jahren und wurden in den 1990er Jahren saniert.

Mit einem speziellen Gebäude hat das Unternehmen in nächster Zeit noch so einiges vor. Bei dem Block Fucikstraße 27 bis 57 wird die Außenhülle renoviert. "Fachleute werden dabei Schäden beseitigen und die Fassade neu streichen", sagt Scheible.

Das Vorhaben will die WGP im Mai ausschreiben. Haben die Baufirmen dann ausreichend freie Kapazitäten, soll der erste Bauabschnitt noch in diesem Jahr beginnen.

Darüber hinaus ist auch im Innern ein Umbruch geplant. In einigen Eingängen will die WGP jeweils zwei Dreizimmer-Wohnungen zu einer Zweizimmer- und einer Vierzimmer-Wohnung umgestalten. Die veränderten Grundrisse sollen den Wohnstandort attraktiv für Familien mit Kindern machen. "Große Wohnungen werden derzeit stark nachgefragt", sagt Scheible.

Insgesamt blicken die Bewohner auf viel Grün. In der Mitte des Wohnquartiers befand sich früher ein großer Garagenhof, der noch aus der Bauzeit der umliegenden Häuser stammte. Die WGP ließ die mittlerweile heruntergekommenen und leer stehenden Garagen bereits 2017 abreißen. An dieser Stelle findet sich eine Naturwiese mit Wildblumen.

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