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Bau-Finale an Lindenstraße in Pirna-Copitz

Die WGP lässt jetzt den letzten Block im Wohngebiet Copitz-West modernisieren. Damit schließt sie ein Millionen-Projekt ab.

Wohnblock Lindenstraße 30 bis 30 e: Die alten Balkone werden durch neue ersetzt.
Wohnblock Lindenstraße 30 bis 30 e: Die alten Balkone werden durch neue ersetzt. © Thomas Möckel

Die Städtische Wohnungsgesellschaft Pirna (WGP) hat jetzt mit dem dritten und letzten Bauabschnitt in ihrem "Quartier Lindenstraße" im Wohngebiet Copitz-West begonnen. Wie das Unternehmen mitteilt, haben die Fachleute nun vor dem Wohnblock Lindenstraße 30 bis 30 e eine Baustelle eingerichtet, um das Gebäude zu modernisieren.

In den nächsten Monaten werden die Handwerker die vorhandenen Balkone abbrechen und durch neue ersetzen. Die Eingangsbereich erhalten neue Vorhäuser, Treppenhäuser und Fassade werden farblich neu gestaltet. Mit der Sanierung dieses Wohnhauses schließt die WGP ein umfangreiches und teures Vorhaben ab.

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Reif für die nächste Frischekur

Das Projekt, das insgesamt vier Wohnblöcke umfasst, war in mehrere Bauabschnitte unterteilt. Die Häuser im "Quartier Lindenstraße" wurden 1986 errichtet, es waren laut der WGP die letzten Häuser, die in Copitz-West entstanden. Die Gebäude vom Typ WBS 70 waren bereits 1997 grundlegend saniert worden. Fachleute brachten damals eine Wärmedämmung an, installierten neue Bäder, renovierten die Treppenhäuser, bauten neue Fenster und Heizungen ein und modernisierten die Elektrik.

Nach 22 Jahren waren die Häuser allerdings reif für die nächste Frischekur. "Der übliche Sanierungsrhythmus für solche Gebäude liegt bei 25 bis 30 Jahren", sagt WGP-Geschäftsführer Jürgen Scheible. Vor allem die neuen Um- und Anbauten sollten Grundlage sein, dass sich die Wohnungen künftig noch besser vermieten lassen. Die Arbeiten erstrecken sich auf vier sechsgeschossige Wohnblöcke mit insgesamt 331 Wohnungen.

Moderne Balkone, frische Farbe, neue Aufzüge

Die Arbeiten an diesem Projekt starteten im Frühjahr 2019. Am Haus Lindenstraße 23 bis 23 c reparierten die Handwerker das Dach, sanierten die Vorhäuser, tauschten alte Balkonbrüstungen aus und renovierten die Treppenhäuser. Zudem erhielt die Fassade eine frische Farbe. Auch am Haus Lindenstraße 25 bis 25 c standen ein neuer Außenanstrich sowie Dachreparaturen auf dem Programm. Zudem errichteten die Bauarbeiter neue Vorhäuser und tauschten sämtliche Balkone aus. Die alten, eher schmal und länglich gehaltenen Freiluft-Austritte verschwanden. Stattdessen wurden Balkone aus Stahl und Glas montiert. Sie haben nun eine praktischere Form, damit sich dort ein normaler Esstisch mit Stühlen aufstellen lässt. Auch die Treppenhäuser wurden renoviert.

Am Haus Lindenstraße 28 bis 28 e wurde ebenfalls die Fassade neu getüncht, das Dach repariert sowie die Vorhäuser saniert. Die Ein-Raum-Wohnungen in den Eingängen 28, 28 b, c und e - bisher balkonlos - erhielten alle einen Freiluft-Austritt. Bei den bereits vorhandenen Balkonen an den anderen Wohnungen installierten die Handwerker neue Brüstungen. Und ausschließlich an diesem Wohnblock montierten die Fachleute zwei Aufzüge - jeweils einen am Eingang 28 und 28 e. Nun begannen am Haus 30 bis 30 e die abschließenden Arbeiten.

Fertig saniertes Haus Lindenstraße 28 bis 28 e: Das Gebäude bekam zwei neue Aufzüge.
Fertig saniertes Haus Lindenstraße 28 bis 28 e: Das Gebäude bekam zwei neue Aufzüge. © Thomas Möckel

Kosten werden nur zum Teil auf die Miete umgelegt

Die WGP investierte eigenen Angaben zufolge insgesamt 6,8 Millionen Euro in das Vorhaben. Weil das Unternehmen das Geld nicht auf einmal ausgeben konnte, wurde das Projekt unterteilt und auf mehrere Jahre ausgedehnt - vom Frühjahr 2019 bis zum Jahresende 2021. Eine generelle Mieterhöhung aufgrund der Arbeiten plant die WGP nicht, da es sich bei der Sanierung weitgehend um Instandhaltungsarbeiten handelt. Einzig die Kosten für die Aufzüge sowie für die nachgerüsteten Balkone werden anteilig auf die Miete jener Wohnungen umgelegt, die davon profitieren - weil es sich dabei um eine Modernisierung handelt und diese Kosten auf die Miete umgelegt werden können. Nach Aussage der WGP betrifft das 48 der insgesamt 311 Mietparteien.

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