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Beil aus der Bronzezeit bei Pirna gefunden

Südlich von Pirna wurde jetzt ein 3.000 Jahre altes Werkzeug entdeckt. Das wurde bereits vom Landesamt für Archäologie einkassiert.

Dieses Beil aus der Bronzezeit wurde jetzt bei Bahretal gefunden.
Dieses Beil aus der Bronzezeit wurde jetzt bei Bahretal gefunden. © privat

Gerhard Schneider will nicht übertreiben. "Aber es ist schon ein sehr bedeutender Fund für diese Region, die in der Bronzezeit relativ schwach besiedelt war", sagt der ehrenamtliche Kreisbodendenkmalpfleger des Landesamtes für Archäologie.

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Gemeint ist ein bronzenes Lappenbeil aus der Lausitzer Kultur, das vermutlich gut 3.000 Jahr alt ist. Es wurde jetzt im Rahmen einer Bodenuntersuchung auf dem Niederseidewitzer Flurteil Trietsch, bei Bahretal, gefunden. Der Bodendenkmalpfleger Michael Schneider, der übrigens nicht mit Gerhard Schneider verwandt ist, entdeckte diese bronzezeitliche Waffe in einer Anhäufung von Felsbrocken, die von einem Feld abgesammelt worden waren.

Keine nennenswerte weiteren Funde

Das Beil hat eine Länge von 14,2 Zentimetern, eine Breite von 3,2 Zentimetern und eine Höhe von 4,2 Zentimetern. Sein Gewicht beträgt von 370 Gramm. Die Lappen links und rechts des Beilkörpers dienten zur Befestigung in einer aufgespaltenen, hölzernen, spitzwinkligen Astgabel, berichtet Gerhard Schneider. Warum diese ungewöhnliche Befestigung gewählt wurde, erschließt sich dem Experten leider nicht, da schon in der davorliegenden Steinzeit Durchbohrungen des Beilkörpers zur Aufnahme des Stieles bekannt waren.

Man hoffte auf weitere Funden am Standort und untersuchte anliegende Felder mithilfe von Metalldetektoren. Außer einem mittelalterlichen, eisernen Holzspaltkeil gab es bisher keine Ergebnisse. Aber die Suche soll weitergehen.

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