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Wenn der Botschafter ein Bild malt

Der indonesische Diplomat kam zu Ehren eines Malers aus seinem Land nach Maxen und begab sich auf dessen Spuren. Auch künstlerisch.

Hoher Besuch am Maxener Pavillon auf den Spuren eines Landsmanns: Der indonesische Botschafter Arif Havas Oegroseno (2.v.l.) informierte sich über den aus seinem Land stammenden Maler Raden Saleh, der 1839 und 1851 in Maxen weilte.
Hoher Besuch am Maxener Pavillon auf den Spuren eines Landsmanns: Der indonesische Botschafter Arif Havas Oegroseno (2.v.l.) informierte sich über den aus seinem Land stammenden Maler Raden Saleh, der 1839 und 1851 in Maxen weilte. © Tronicke

Jutta Tronicke ist Besuch gewohnt. Auch internationalen. Doch ein Botschafter war bisher noch nicht dabei. Zu verdanken ist die Premiere einer Ausstellung in Dresden. Dort ist derzeit im Albertinum das Bild "Winterlandschaft bei Maxen" des indonesischen Malers Raden Saleh zu sehen. Er war während seiner Zeit in Deutschland auch in Maxen. Daher stammen die engen Verbindungen, bei denen Jutta Tronicke eine Mittlerin ist. Die Dresdnerin ist eine profunde Kennerin des Malers und Maxens. 

Nun also kam der indonesische Botschafter Arif Havas Oegroseno nicht nur nach Dresden, sondern auch nach Maxen. Jutta Tronicke nutzte die Gelegenheit, ihm den Ort zu zeigen. An fast jeder Station gab es eine Überraschung. 

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Geschenke und Überraschungen

Das Heimatmuseum hat ein Geschenk erhalten. Der Botschaft hat ihm Bücher indonesischer Schriftsteller in deutscher Sprache geschenkt sowie ein Comic-Buch des Autors Werner Kraus über das Leben Raden Salehs. Kraus war selbst mit vor Ort. Der Passauer forscht zu Saleh und hält seit 25 Jahren Kontakt zu Jutta Tronicke und Maxen.

Auf dem Weg zum Pavillon, auch Blaues Häusl genannt, konnten der Gast und seine Begleiter die Landschaft genießen. Ins Gästebuch am Pavillon schrieb der Botschafter, dass die Arbeit der Maxener dazu beitrage, Kontakte zwischen Deutschen und Indonesiern zu vertiefen.

Mit ein paar Stricken zeichnete der indonesische Botschafter Arif Havas Oegroseno die Maxener Landschaft.
Mit ein paar Stricken zeichnete der indonesische Botschafter Arif Havas Oegroseno die Maxener Landschaft. © Tronicke

Von dort ging es zur Andersen-Lärche, an der der Diplomat sein zeichnerisches Talent bewies. Mit ein paar Strichen zeichnete er mit großer Freude die Landschaft in ein Notizbuch, sagt Jutta Tronicke. Es sind der Blick und die Höhenzüge, die auch auf  Raden Salehs Bild abgebildet sind. Schließlich wurde noch im Schloss kurz Halt gemacht, Saleh war auch den hier lebenden Serres, den Künstlermäzen von Maxen, eng verbunden. Zum Abschluss des Maxen-Aufenthaltes wurde im Gasthof gegessen. Danach ging es ins Dresdner Albertinum. 

Es wird vielleicht nicht der letzte Besuch des indonesischen Botschafters in Maxen gewesen sein. "Er will einen Kirschbaum als Ersatz für einen kaputten Baum am Winzerweg spenden", sagt Jutta Tronicke. Und wer weiß, vielleicht pflanzt er ihn ja selbst. 

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