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Pirna: Canalettos Hand begrüßt Bahnreisende

Am Bahnhof entsteht derzeit ein Wandbild. Der Künstler ist kein Unbekannter in der Stadt.

Mit diesem Wandbild werden künftig Bahnreisende in Pirna begrüßt.
Mit diesem Wandbild werden künftig Bahnreisende in Pirna begrüßt. © Fotomontage: Paul Tittel

Bisher war die rückwärtige Seite des Gebäudes der Taxigenossenschaft Pirna auf dem Areal des Pirnaer Bahnhofes eine schmucklose, weiße und langweilige Fläche. Das ändert sich gerade. Pirnas Graffiti-Sprayer Nummer eins, René Donath, arbeitet an seinem neuen Werk. Unter seinen kundigen Händen entsteht ein Wandbild, das an das Wirken des berühmten italienischen Malers Bernardo Bellotto, genannt Canaletto, in Pirna erinnert.

Zu sehen sein wird der Pirnaer Marktplatz in seiner heutigen Gestalt, verbunden mit dem Hinweis, dass auch Canaletto schon vor über 250 Jahren in der Elbestadt war und den Marktplatz für die Ewigkeit im Bild festhielt.

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Anlass: 300 Jahre Canaletto

Das Bild entsteht am Bahnsteig 3, wo die S-Bahnen die Stadt Pirna in Richtung Sächsische Schweiz verlassen. Die Aktion bildet den Auftakt für das im nächsten Jahr stattfindende Festjahr anlässlich des 300. Geburtstages des Malers.

Auftraggeber ist die Wohnungsgesellschaft Pirna (WGP). Die Idee zu dem Wandbild wurde gemeinsam in der Arbeitsgruppe Stadtmarketing entwickelt, in der die WGP seit vielen Jahren mitarbeitet. "Das Graffito soll Reisende neugierig auf die schöne historische Altstadt von Pirna machen", sagt Sören Sander von der WGP-Geschäftsführung. Die Fläche wird von der Deutschen Bahn zur Verfügung gestellt. "Dafür sind wir sehr dankbar", betont Sander.

Skizze mit Beamer auf die Wand übertragen

Für die Ausführung ist, wie bereits erwähnt, René Donath verantwortlich, aber die kreative Idee für die Bildkomposition stammt von Paul Tittel von der Kultur- und Tourismusgesellschaft Pirna mbH. Er gestaltete die Vorlage.

Bereits am Montagabend begann der Graffiti-Experte Donath mit den Arbeiten, indem er zunächst mithilfe eines Beamers eine Skizze auf die Wand übertragen hat. Die detaillierte Ausführung des rund 42 Quadratmeter großen Bildes erfolgt in den kommenden Tagen.

René Donath selber ist indes kein Unbekannter in Pirna. Unter dem Künstlernamen Eok73 hat der leidenschaftliche Graffitisprayer auch noch andere Bilder legal auf Wände gebracht und somit das Stadtbild um zahlreiche bunten Ecken bereichert. Dabei arbeitet er oft mit dem Citymanagement Pirna zusammen. Neben dem Telekomkasten auf der Gartenstraße oder dem Skatepark auf dem Sonnenstein zählt auch die Turnhalle der Goethe-Oberschule zu seinen bekanntesten Werken.

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