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Maxen erwartet Jubiläumsbesucher

Es ist ein kleines, ehrenamtlich geführtes und doch gefragtes Museum im Müglitztal. Am Sonntag wird ein Gast überrascht.

Nicht zu übersehen: Das Maxener Heimatmuseum befindet sich direkt am Dorfplatz.
Nicht zu übersehen: Das Maxener Heimatmuseum befindet sich direkt am Dorfplatz. © Daniel Schäfer

Ein Museum ist kein Jahrmarkt, und doch wird im Maxener Heimatmuseum am Sonntag gelost. Und zwar wird aus allen Besuchern, die an diesem Tag kommen, der 25.000 Gast seit der Eröffnung ausgelost. So war es schon beim 20.000 Besucher gehandhabt worden. Eine gerechte Lösung, meinen die Leute vom Museum. Positiver Nebeneffekt: Wer am Sonntag das Museum besucht, bleibt bis zur Auslosung. 

Besonderer Anziehungspunkt im vor 19 Jahren eröffneten Museum direkt am Dorfplatz  ist das Diorama mit 1.000 Zinnfiguren zur Schlacht bei Maxen von 1759. Ein Kalkofen-Modell vermittelt Einblicke in den Kalkbergbau, der viele Jahre das Leben der Maxener prägte. Es können auch geschliffene Marmorstücke aus dem Königlich-Sächsischen Marmorbruch, in dem inzwischen die Naturbühne Maxen ihr Domizil hat, bestaunt werden. Immer wieder gibt es auch liebevoll zusammengestellte Sonderausstellungen sowie Führungen. 

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Kopie und Original

Bei der Führung am 4. Oktober, 14 Uhr, stehen zwei Künstler mit ihren besonderen Exponaten im Mittelpunkt. Es sind der javanische Maler Raden Saleh und Hans Christian Andersen. Beide hatten im 19. Jahrhundert wie viele andere die Gastfreundschaft des Maxener Ritterguts-Ehepaares Serre genossen. Saleh malte in Maxen seine „Winterlandschaft bei Maxen“. Dieses Bild ist als Leihgabe seit August im Dresdner Albertinum ausgestellt. Eine Fotokopie ergänzt nun die Raden-Saleh-Präsentation in Maxen.

Der Stubben der ersten Andersen-Lärche ist nach seiner Tiefkühl-Behandlung nun im Maxener Museum zu sehen.
Der Stubben der ersten Andersen-Lärche ist nach seiner Tiefkühl-Behandlung nun im Maxener Museum zu sehen. © Elke Bunk

An den Aufenthalt von Märchenerzähler Andersen in Maxen erinnert ein Original. Der Stubben seiner 1844 gepflanzten und etwa 1950 gefällten Lärche wurde vor dem weiteren Verfall bewahrt und ist nach einer Tiefkühl-Behandlung jetzt im Museum ausgestellt. Während der Führung wird in den bisher sieben kleinen Gästebüchern geblättert und gelesen, was die Besucher der 2001 gepflanzten neuen Lärche auf der Bank mit Lesebox empfunden und geschrieben haben.

Das Heimatmuseum Maxen ist am 4. Oktober wie jeden Sonntag von 13 bis 16 Uhr geöffnet. Unter Einhaltung der Corona-Hygieneregeln gelten Maskenpflicht, Mindestabstand und Angabe der Kontaktdaten. 

Im  nächsten Jahr begeht das Maxener Museum dann selbst ein Jubiläum, sein 20-jähriges Bestehen. Jutta Tronicke, die es mit aufbaute und viele Jahre führte, hat die weiterhin ehrenamtliche Leitung inzwischen an Elke Bunk abgegeben. 

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