Pirna
Merken

Landrat dankt Corona-Helfern

Die Lage hat sich normalisiert. Seit vier Tagen wurde keine Neuinfektion mehr im Landkreis registriert. Soldaten ziehen wieder ab.

Von Gunnar Klehm
 2 Min.
Teilen
Folgen
Soldaten der Bundeswehr halfen zwischenzeitlich auch im Impfzentrum in Pirna-Jessen.
Soldaten der Bundeswehr halfen zwischenzeitlich auch im Impfzentrum in Pirna-Jessen. © Daniel Förster

Darauf haben alle monatelang hingearbeitet. Die Corona-Inzidenz im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge nähert sich der Null an. Am Dienstag, 6. Juli, meldete das maßgebliche Robert-Koch-Institut einen Wert von 1,6 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern in den vergangenen sieben Tagen. Die Impfkampagne schlägt langsam an und der Sommer tut das Seinige, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen.

In der Folge gehen fast alle Beschäftigten in der Verwaltung wieder ihren eigentlichen Fachaufgaben nach. Die zusätzlichen Helferinnen und Helfer, die beispielsweise das Landratsamt angefordert hatte, sind wieder abgezogen. Landrat Michael Geisler (CDU) ist dankbar, dass die Kreisverwaltung in der anstrengenden Zeit auf die eigenen Mitarbeiter und auch auf Unterstützung von außerhalb zählen konnte.

Zu Letzteren gehörten Soldaten der Bundeswehr, Landes- und Bundesbedienstete, Beschäftigte des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen, Studenten der Fachhochschule Meißen, Bundesfreiwilligendienstleistende des THW und Ärzte im Ruhestand. Zu deren Aufgaben zählten unter anderem die Vorbereitung von Beprobungen, die Registrierung von eingegangenen Befunden, die Nachverfolgung von Kontaktpersonen, Unterstützung bei Bürgeranliegen und die Zusammenführung der Informationen im Verwaltungsstab, der inzwischen aufgelöst wurde.

Unterstützung in Pflegeheimen

Insgesamt sind in den vergangenen achteinhalb Monaten 565 Soldaten in den Landkreis abkommandiert worden. Sie gaben Unterstützung in Alten- und Pflegeheimen, in Krankenhäusern, im Impfzentrum und im Gesundheitsamt. Unter anderem waren Soldaten aus Frankenberg und Marienberg sowie aus Thüringen und Bayern im Einsatz. Im Rahmen der Aktion „helfende Hände“ übernahmen sie in den Pflegeeinrichtungen hauswirtschaftliche Dienste, wie etwa die Verteilung von Mahlzeiten, Unterstützung beim Essen, Wäschedienste, Reinigungs- und Desinfektionsarbeiten, Besuchersteuerung und -terminierung. "Dies ermöglichte es dem Pflege- und Krankenhauspersonal, sich um die rein pflegerischen Tätigkeiten zu kümmern und dadurch die medizinische Versorgung aufrechtzuerhalten", teilt das Landratsamt mit.

Im Landratsamt selbst waren seit März 2020 insgesamt 475 interne und 100 externe Beschäftigte im Einsatz. „Vielen Dank an all diejenigen, die in den unterschiedlichsten Funktionen mitgeholfen haben, diese Krise zu meistern“, erklärt Landrat Michael Geisler.