merken
PLUS Pirna

Sorge vor der Schweinepest im Landkreis

Das Landratsamt Sächsische Schweiz-Osterzgebirge warnt vor einer Ausbreitung der Seuche. Was dagegen getan werden kann.

Die Afrikanische Schweinepest hat nun auch Deutschland erreicht.
Die Afrikanische Schweinepest hat nun auch Deutschland erreicht. © dpa-Zentralbid

Nachdem die Afrikanische Schweinepest nun bis in den Kreis Görlitz vorgedrungen ist, zählt neben Polen, Ungarn und einigen weiteren Ländern nun auch Deutschland zu den Betroffenen. Oberstes Ziel sei jetzt, wo die Gefahr praktisch direkt vor der eigenen Haustür liegt, die schnelle Bekämpfung und die Früherkennung bei Wildschweinen, so das Landratsamt Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Damit soll einem Übergang der Virusinfektion auf Hausschweinbestände vorgebeugt werden.

Bei der Afrikanischen Schweinepest handelt es sich um eine Infektionskrankheit, die für den Menschen nicht gefährlich ist. Bei Schweinen jedoch hat die Krankheit für gewöhnlich einen schweren Verlauf und kann sich in einigen Fällen auch durch Blaufärbung der Haut und Blutungen des Tieres äußern. Ob eine solche Erkrankung tödlich endet, hängt vor allem von dem Virus selbst, nicht zuletzt aber auch von der Rasse und dem Alter des Tieres ab.

Gesundheit
Gesund und Fit
Gesund und Fit

Immer gerne informiert? Nützliche Informationen und Wissenswertes rund um das Thema Gesundheit haben wir in unserer Themenwelt zusammengefasst.

Übertragung und Prävention der Schweinepest

Das Virus wird vorrangig auf zwei verschiedenen Wegen übertragen. Indem ein Schwein die Körperflüssigkeiten eines anderen, infizierten Schweines aufnimmt oder indem es infizierte Speiseabfälle zu sich nimmt. Der Erreger ist in der Umwelt und im Fleisch sehr stabil und kann über Monate aktiv ansteckend bleiben.

Mit der Afrikanischen Schweinepest verhält es sich wie mit dem Corona-Virus - jeder einzelne kann dazu beitragen, eine Ausbreitung zu verhindern. Wie das am besten geht, hat das Landratsamt Sächsische Schweiz-Osterzgebirge zusammengetragen. Es geht um Verhaltensregeln.

So ist beispielsweise das Entsorgen von Speiseresten jeglicher Art auf einem Misthaufen oder einem Hühnergarten nicht mehr gestattet. Auch das Verfüttern von Küchen- und Speiseabfällen - selbst aus privaten Haushalten - an Tiere ist nunmehr gesetzlich verboten. Jeder ist außerdem dazu angehalten, bei Sichtung toter Wildtiere umgehend das Veterinäramt zu informieren.

Weiterführende Artikel

Zweiter Schweinepestfall im Kreis Görlitz?

Zweiter Schweinepestfall im Kreis Görlitz?

Angeblich soll die Krankheit am Freitag bei einem weiteren Wildschwein in Uhsmannsdorf bei Rothenburg nachgewiesen worden sein.

Schweinepest hat leichtes Spiel in Wäldern

Schweinepest hat leichtes Spiel in Wäldern

Es gibt viel zu viele Wildschweine im Kreis Görlitz, die die Schweinepest übertragen können. Die Jäger sind mit ihrem Latein am Ende.

Schweinepest: Sperrzone in Sachsen

Schweinepest: Sperrzone in Sachsen

Um eine Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest in Sachsen zu verhindern, hat der Freistaat eine Allgemeinverfügung erlassen.

Schweinepest nun auch in Sachsen

Schweinepest nun auch in Sachsen

Bei einem im Landkreis Görlitz erlegten Wildschwein ist die Afrikanische Schweinepest nachgewiesen worden. Der Freistaat richtet einen Krisenstab ein.

Bei privater oder landwirtschaftlicher Schweinehaltung gilt des weiteren Folgendes. Die Halter werden aufgefordert die Hygienevorschriften der Schweinehaltungs-Hygieneverordnung einzuhalten. Diese beinhaltet unter anderem das Beseitigen von Futterresten, das wildschweinsichere Lagern von Futter und Einstreu und der Erhalt von Vorrichtungen zur Reinigung und Desinfektion. Darüber hinaus sind vermehrte Todesfälle mit dem Bestandstierarzt abzuklären und dem Veterinäramt zu melden. Das Landratsamt Sächsische Schweiz-Osterzgebirge informiert ferner, dass auch Minipigs und ähnliche von der Seuche betroffen sein können.

Noch mehr Nachrichten aus Pirna, Freital, Dippoldiswalde und Sebnitz.

Mehr zum Thema Pirna