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Das Bahretaler Ultimatum

Ziemlich beste Freunde sind Bahretal und Bad Gottleuba-Berggießhübel gerade nicht. Der Streit um das gemeinsame Rathaus hat sie getrennt.

Das Hickhack um das Berggießhübler Rathaus hat nun auch die Nachbarn Bad Gottleuba-Berggießhübel und Bahretal getrennt.
Das Hickhack um das Berggießhübler Rathaus hat nun auch die Nachbarn Bad Gottleuba-Berggießhübel und Bahretal getrennt. © Daniel Schäfer

Sie wurden zu einer Gemeinschaft und machten das Beste draus. Doch jetzt hat die Nachbarschaft von Bad Gottleuba-Berggießhübel und Bahretal einen Riss bekommen. Ausgangspunkt war die nach dem Rücktritt des Kurort-Bürgermeisters Christian Walter (parteilos) wieder neu aufgerollte Rathaus-Frage. Statt wie vom Stadtrat beschlossen, ins Haus des Gastes zu ziehen, soll das Berggießhübler Rathaus bleiben und um ein Nachbargebäude erweitert werden. Das ist inzwischen auch beschlossen.

Die Bahretaler Gemeinderäte schrieben einen offenen Brief an ihre Kollegen im Doppelkurort. Der beinhaltete 13 Punkte, die sich im Wesentlichen auf die Rathausfrage, aber auch die weitere Zusammenarbeit bezogen - und die Bitte auf eine schriftliche Antwort. Der Gottleubaer Rat hat sich für Reden statt Papier entschieden. Die als Erste Stellvertreterin amtierende Bürgermeisterin Madlen Rätze (CDU) unterbreitete daraufhin Terminvorschläge. "Wir möchten gern, dass alle miteinander sprechen", sagte sie.

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Erst schreiben, dann reden

Doch der Bahretaler Gemeinderat will nicht reden, jedenfalls nicht ohne vorher eine schriftliche Antwort zu erhalten. Der Rat knüpft seine Gesprächseinladung deshalb an eine Bedingung: Wenn die Stellungnahmen aus Bad Gottleuba-Berggießhübel bis zum 30. Oktober vorliegen, sind die Bahretaler gern bereit, sich mit den Gottleubaern zu treffen - zu einem "hoffentlich konstruktiven Gespräch", heißt es in einem Schreiben. Dafür werden nun wiederum zwei Termine vorgeschlagen. Die Bahretaler begründen ihr Vorgehen damit, dass momentan Stadtratsbeschlüsse in Bad Gottleuba-Berggießhübel weniger als ein Jahr Bestand haben. Das ist eine Anspielung auf die Beschlüsse zum Rathausstandort. "Deshalb wollen sich unsere Abgeordneten nicht nur auf mündliche Aussagen beziehen müssen", sagt Bahretals Bürgermeisterin Brigitte Kolba. 

Der Bahretaler Gemeinderat besteht auf einer schriftlichen Stellungnahme der Fraktionen der CDU und der Liste Freie Bürger zu den in ihrem offenen Brief angesprochenen Themen, sagt Bürgermeisterin Brigitte Kolba. Die BürgerVereinigung Bad Gottleuba-Bergießhübel (vormals AfD) habe bereits umfassend schriftlich geantwortet. "Die Fraktion der Linken war stets für das gemeinsame Rathaus im Haus des Gastes, wurde aber leider immer überstimmt", sagt Brigitte Kolba. Die Linken im Gottleubaer Stadtrat sind inzwischen geschlossen zurückgetreten. 

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