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Bahretal: Verdacht der Brandstiftung bestätigt

In Ottendorf brannten am Sonntag Strohballen. Inzwischen ermittelt die Kripo. Für die Agrargenossenschaft ist es schon der zweite schwere Brand.

Von Heike Sabel & Marko Förster
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Die Löscharbeiten dauerten bis spät in die Nacht.
Die Löscharbeiten dauerten bis spät in die Nacht. © Marko Förster

+++ Update: Der Verdacht verhärtet sich. Die Polizei bestätigt jetzt, dass die Umstände des Brandes auf eine Brandstiftung hindeuten. Einzelheiten aus den Ermittlungen können aktuell nicht kommentiert werden.

Die Kriminalpolizei hat am Montag die Ermittlungen aufgenommen. Aufgrund von sichergestellten Funden stehe auch eine Brandstiftung im Raum, schreibt die Agrargenossenschaft Niederseidewitz auf ihrer Facebookseite. Eine Bestätigung dieser Aussage durch die Polizei gegenüber sächsische.de steht noch aus.

Sollte sich dieser Verdacht erhärten, ist es für die Agrargenossenschaft unverständlich, warum jemand in Kauf nimmt, im schlechtesten Fall Tiere zu töten, Anwohner zu gefährden, das Eigentum Fremder absichtlich zu schädigen und unnötig Helfer in Lebensgefahr zu bringen. Man hoffe zwar, dass der Verdacht unbegründet ist, will aber dennoch vor gefährlichem Leichtsinn warnen und zur Vernunft ermahnen. Dass eine Brandstiftung im Raum stehe, sei für die Genossenschaft erschütternd.

Die am frühen Sonntagnachmittag in Ottendorf brennenden Strohballen am Rinderstall waren von Anwohnern bemerkt worden, die schnell Hilfe alarmierten. Dieser glückliche Umstand hat vermutlich einen tragischeren Ausgang verhindert, schreibt die Agrargenossenschaft.

Sie war im Sommer vor drei Jahren schon einmal Opfer eines schlimmen Brandes. Damals mussten am Sitz der Genossenschaft in Niederseidewitz 300 Kühe aus dem brennenden Stall gerettet werden.

Ursprüngliche Meldung vom 17. Oktober:

Ein Strohlager auf einer Außenfläche einer Agrargenossenschaft ist am Sonntagnachmittag in Friedrichswalde-Ottendorf in Flammen aufgegangen. Auf einer Fläche von rund 25 × 25 Metern brennen rund 200 Quader Stroh.

Gegen 16.20 Uhr wurde die Feuerwehr informiert. Daraufhin rückten die Feuerwehren von Bad Gottleuba, Berggießhübel, Gersdorf, Pirna, Dohma, Nentmannsdorf und Cotta mit 51 Feuerwehrleuten an. Mit Wasser aus mehreren Strahlrohren und von mehreren Seiten wurde das Feuer bekämpft. Zwei Teleskoplader zogen das Stroh auseinander, auf einer anderen Fläche wurde dieses abgelöscht.

Feuerwehrleute aus Bad Gottleuba, Berggießhübel, Gersdorf, Pirna, Dohma, Nentmannsdorf und Cotta sind im Einsatz. Brennende Strohballen sind nur schwer zu löschen.
Feuerwehrleute aus Bad Gottleuba, Berggießhübel, Gersdorf, Pirna, Dohma, Nentmannsdorf und Cotta sind im Einsatz. Brennende Strohballen sind nur schwer zu löschen. © Marko Förster

Am Abend warnten die Apps Nina und Biwapp vor dem Brand und der starken Rauchentwicklung im Raum Friedrichswalde-Ottendorf. Fenster und Türen sollten geschlossen gehalten werden. Die Löscharbeiten, davon geht man am späten Abend aus, dauern mindestens bis in die späte Nacht.

Verletzt wurde bei dem Brand niemand, ein Übergreifen des Feuers auf benachbarte Stallgebäude konnte verhindert werden. Warum das Feuer ausgebrochen war, ist derzeit noch nicht bekannt.