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Feiern Dohna und Weesenstein künftig immer zusammen?

Ein Wochenende, zwei Orte, zwei Feste: Das war ein Erfolg, verwirrte aber manche Besucher. Die Konsequenzen.

Formvollendete Ehrerbietung: Dohna huldigte am Wochenende dem Mittelalter. Wie wird in Zukunft gefeiert?
Formvollendete Ehrerbietung: Dohna huldigte am Wochenende dem Mittelalter. Wie wird in Zukunft gefeiert? © Marko Förster

Das Weesensteiner Mittelalterfest, wie man es seit über 20 Jahren kennt, wird es so nicht mehr geben. Das steht fest. Doch was folgt? Das steht noch nicht fest. Das vergangene Wochenende war ein Versuch, eine Variante zu testen.

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Auf und rund um den Dohnaer Markt schlugen die Mittelalterfreunde zwei Tage ihre Zelte auf. Weesenstein lud am Sonntag zu seiner schon traditionellen Veranstaltung des lebendigen Schlosses ein. Die Veranstalter in beiden Orten sind zufrieden und werten die Veranstaltungen als Erfolg. Weesenstein zählte über 600 Gäste. "Das ist zwar noch ausbaufähig, aber unter den gegenwärtigen Corona-Bedingungen hätten es nicht viele mehr sein dürfen", sagt Kustodin Dr. Birgit Finger. Weesenstein hat sich besonders über den Besucher vieler junger Familien mit Kindern gefreut. Sie erfuhren beim Rundgang durch das gesamte Schloss, die Burg und die Höfe an den Mitmachstationen kurzweilig viel. Ein Höhepunkt waren die Aktionen auf dem Vorschlosshof mit dem Mittelalterprogramm auf der Bühne und den Maxener Soldaten.

In Dohna gibt es keine genauen Besucherzahlen, da nur Eintritt zahlte, wer ins Museum ging oder die Angebote auf der Wiese besuchte. In Dohna waren die Angebote rund um den Markt, im Museum und auf der Wiese hinter den Höfen verteilt. Aber auch in Dohna war aufgrund des schönen Wetters an beiden Tagen viel los, sagt Museumsleiterin und aktive Mittelalter-Freundin Kathrin Penndorf.

Dohna will sich als Mittelalterfest etablieren

Dennoch wird die Variante des vergangenen Wochenendes so wohl keine Zukunft haben. Ein Grund ist, dass die Aufteilung - Dohna beide Tage, Weesenstein nur Sonntag - einige Besucher offenbar verwirrte. So standen bereits am Sonnabend Gäste in Weesenstein. Kathrin Penndorf spricht deshalb in Zukunft wohl von zwei verschiedenen Terminen. "In Dohna ist auf jeden Fall das Mittelalter zu Hause." Wie das künftig gefeiert und wie weiter mit Weesenstein zusammengearbeitet wird, müsse nun miteinander besprochen werden.

Weesenstein setzt auf Familienfest

Weesenstein will an seinem Konzept des Familienfestes „Lebendiges Schloss“ ebenfalls festhalten. "Es gibt noch viele Ideen, sodass das Fest immer wieder abgewandelt werden kann", sagt Birgit Finger. Dazu gehören auch die Akteure der Weesensteiner Braukommune und des Kulturvereins Dohna, des Heimatvereins Maxen sowie die Darsteller der Bertholdin Produktion GmbH. Für den Vorschlosshof wünscht man sich noch mehr regionale Händler mit typischen Produkten. "Das würde den Aufenthaltswert für die Besucher noch weiter erhöhen."

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