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Gottleuba: Erste Niederlage für neuen Bürgermeister

Ausgerechnet das Rasenmähen beschert Thomas Peters die erste Ablehnung im Stadtrat. Er bedankt sich trotzdem und reagiert überraschend.

Die Wahl zum Bürgermeister hat Thomas Peters gewonnen, eine Abstimmung jetzt aber verloren.
Die Wahl zum Bürgermeister hat Thomas Peters gewonnen, eine Abstimmung jetzt aber verloren. © Egbert Kamprath

Das Gras wächst dieses Jahr schneller als man mähen kann. Für die Schulen in Bad Gottleuba und Berggießhübel sollten deshalb Aufträge für entsprechende Dienstleistungen vergeben werden. Ein Thema, das der Stadtrat hätte durchwinken können. Doch es kam anders.

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Der Stadtrat diskutierte hart in der Sache, aber sachlich über Kosten und Notwendigkeiten. Die Schulhausmeister kommen fürs Rasenmähen nicht infrage, obwohl es nach einer klassischen Aufgabe für sie klingt. Sie haben in der Vergangenheit bereits zusätzliche Aufgaben erhalten. So kümmert sich der Hausmeister der Gottleubaer Oberschule auch noch um die Spielplätze, der der Grundschule in Berggießhübel ums Bürgerhaus.

Wer mäht nun den Rasen?

Ein Knackpunkt der Diskussion war die Dauer der Verträge über vier Jahre mit der Option um Verlängerung. Und was ist, wenn die sechsmal mähen im Jahr nicht reichen oder zu viel sind? Am Ende lehnte der Stadtrat beide Verträge für die Schulen knapp mit zwei Ja- und zwei Nein-Stimmen sowie zahlreichen Enthaltungen ab. Er hat damit dem neuen Bürgermeister Thomas Peters (CDU) seine erste Niederlage beschert. Der nahm es, zumindest nach außen hin, gelassen. Er bedankte sich trotzdem und sagte: "Ich sehe dann alle zur Rasenmahd an den Schulen."

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Weil das Problem aber trotzdem gelöst werden muss, muss Peters nun nach einer Variante suchen, mit der auch der Stadtrat mitgeht. Was bis dahin mit dem in die Höhe schießenden Gras an den Schulen wird, ist offen.

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