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Heidenaus Megah-Baustelle

Vom Kindergarten zum Mehrgenerationen-Aktionshaus: Mügeln bekommt ein neues Zentrum.

Verhüllt wie einst der Reichstag: Der bisherige Kinder- und Jugendtreff auf der Siegfried-Rädel-Straße in Heidenau.
Verhüllt wie einst der Reichstag: Der bisherige Kinder- und Jugendtreff auf der Siegfried-Rädel-Straße in Heidenau. © Norbert Millauer

Viel bleibt vom bisherigen Gebäude auf der Siegfried-Rädel-Straße nicht übrig, zumindest nicht im Inneren. Bis Ende des Jahres sollen die Sanierung und der Umbau des zuletzt als Kinder- und Jugendtreff Ambos genutzten Gebäudes beendet sein. Beides ist dringend nötig. Aus den Kellern stieg Nässe auf, das Ober- und Dachgeschoss konnten nicht mehr genutzt werden, weil der zweite Rettungsweg fehlte. Zudem ist das Haus bisher nicht barrierefrei. Damit konnte es bisher nicht so genutzt werden, wie es gebraucht wurde.

Künftig soll das Gebäude als Mehrgenerationen-Aktionshaus  - kurz  Megah - genutzt werden und zum soziokulturellen Treffpunkt für verschiedene Generationen und Gruppen aus Mügeln werden. Ein Kinder- und Jugendtreff gehört fest dazu. Auch Vereine, Gruppen und Privatpersonen sollen das Haus nach dem Umbau nutzen können, sagt die Stadt als Eigentümer. 

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Geduld belohnt

Der Kinder- und Jugendtreff bekommt im Erdgeschoss sein Domizil. Für die flexible Nutzung entsteht im Obergeschoss ein teilbarer Mehrzweckraum. Außerdem werden der  Eingangsbereich neu gestaltet und ein Aufzug eingebaut. Auch rund um das Haus wird sich noch einiges verändern. Basketballkörbe, Trampoline, Spielwiese, Sandkasten, Hochbeete, Graffitiwand und Grillplatz können künftig genutzt werden.

Bis 1999 wurde das Gebäude auf der Siegfried-Rädel-Straße als Kindertagesstätte genutzt. Anschließend führte das CJD hier eine Jugendbegegnungsstätte, die im Dezember 2017 überraschend geschlossen wurde. Schon zwei Monate später öffnete sie als "Ambos" wieder. Die hinter dem Haus befindliche Ausbildungsgesellschaft Metalltechnik war in die Bresche gesprungen. Geschäftsführer Norbert Rokasky hatte gesehen, wie sehr der Treff gebraucht wird. Schnell waren er und die Stadt sich aber auch klar, dass das Haus auf Dauer so nicht weiterführbar ist. 

Statt Flickschusterei entschied man sich für ein Großinvestition. Die Geduld der Stadt wurde belohnt: Die Kosten von knapp 900.000 Euro werden zu 90 Prozent gefördert. Ab neuem Jahr soll das Mehrgenerationen-Aktionshaus für seine Besucher öffnen. Es ergänzt dann die  Angebote des Faktotum in Heidenau-Süd und des Stadthauses auf der Bahnhofstraße.

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