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Der Mann, der Heidenau baut

Jan Oestreich kennt sich in den Kitas der Stadt aus. Und das nicht nur, weil er viele von ihnen umbaute, sondern wegen seiner Vergangenheit. Ein kleiner Rundgang.

Wenn es drauf ankommt, packt Jan Oestreich auch zur Schaufel, so wie am Dienstag zum ersten Spatenstich für Heidenaus neue Kunterbunt-Kita.
Wenn es drauf ankommt, packt Jan Oestreich auch zur Schaufel, so wie am Dienstag zum ersten Spatenstich für Heidenaus neue Kunterbunt-Kita. © Daniel Schäfer

Wenn Jan Oestreich in Heidenau einen Planungsauftrag bekommt, ist es meist ein Wiedersehen. Egal, ob Kita Kunterbunt oder Regenbogen, ob Gymnasium oder Schokoladenmanufaktur, Jan Oestreich hat einen ganz persönlichen Bezug dazu. Der studierte Bauingenieur hat sich 2005 selbstständig gemacht. Von 2007 bis 2011 betreute er ein großes Bauobjekt für die Pharmaindustrie im schweizerischen Basel. Seit der Geburt seines Sohnes ist er wieder in der Heimat. Das Planungsbüro, das er mit einem Studienkollegen gründete, betreut vor allem Vorhaben in Dresden und Heidenau. Fünf Beispiele für Heidenauer Projekte, die er schon vorher kannte.

Das Gymnasium

Im Pestalozzi-Gymnasium wurde so manche Heidenauer Familiengeschichte geschrieben. Bei Jan Oestreich sind es zwölf Jahre Schulzeit und auch seine Mutter und sein Onkel gingen schon in diese Schule, die zu DDR-Zeiten die größte in Heidenau war. Als Oestreich dann die Kellersanierung und den Sanitärumbau, den Anbau, die Sanierung der Fassade und schließlich die Erneuerung des Schulhofes und der Außenanlagen betreute, begegnete er auf den Schulfluren immer auch Erinnerungen. Zu den zwölf Schuljahren kamen so noch einmal vier Jahre Bauzeit hinzu.

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Nochmal Schüler: Jan Oestreich (sitzend) hat sich zur Eröffnung des Anbaus an das Gymnaisum noch einmal als Schüler gefühlt - nur dass es zu seiner Zeit noch nicht so ein tolles Musikzimmer gab.
Nochmal Schüler: Jan Oestreich (sitzend) hat sich zur Eröffnung des Anbaus an das Gymnaisum noch einmal als Schüler gefühlt - nur dass es zu seiner Zeit noch nicht so ein tolles Musikzimmer gab. © Daniel Schäfer

Die Schokoladenmanufaktur

Von der Ludwig-Richter- zur Schokoladenschule: Seit reichlich vier Jahren befindet sich in der einstigen Gommerschen Schule die Schokoladenmanufaktur von Marcus Schürer. In der Grundschule war Jan Oestreich zwar nicht selbst Schüler, aber einige seiner Freunde. Und auf dem Feld hinter der Schule hat er als Jugendlicher Moped fahren gelernt. Daran erinnerte er sich, als er die Umnutzung der Schule planerisch begleitete. Die größte Herausforderung dabei war der Einbau des Aufzuges bei sehr wenig zur Verfügung stehendem Platz.

Kita Regenbogen

Die Johanniter-Kita Regenbogen ist die kleinste Heidenauer Kita und die älteste. Und auch hier haben die Oestreichs Spuren hinterlassen. Jan Oestreichs Mutter ging hier bereits in den Kindergarten. Bei den Arbeiten 2013/14 kam es unter anderem auf die Sanierung von Rissen an, außerdem wurden alle Fenster ausgetauscht - und das bei laufendem Betrieb.

Kita Wurzelzwerge

Mit der Kita Wurzelzwerge hat alles begonnen. Die Erneuerung der Fenster und die Sanierung der Innentüren war 2013 der erste Heidenauer Auftrag für Oestreich - und auch seine erste Begegnung mit der Kita. Sie ist eines der wenigen Vorhaben in der Stadt, mit dem ihn keine Vorgeschichte verbindet. 2014/15 folgte dann der relativ schnell beschlossene und durchgezogene Neubau für die Wurzelzwerge-Krippe am Standort. 

Kita Kunterbunt

Die Kita Kunterbunt gibt es doppelt: Noch an ihrem bisherigen Standort auf der Werner-Seelenbinder-Straße und seit 27. Oktober als Baustelle auf der Weststraße. Hier wie da ist Jan Oestreich dabei. Nicht nur als Planer für die Sanierung und Erweiterung sowie nun den Neubau, sondern schon als kleines Kind. 1977 ging er ein Jahr in die Kunterbunt-Krippe. Jetzt ist es das aktuell größte Bauvorhaben in Heidenau. Die neue Kita wird 174 Plätze haben und soll Mitte 2022 fertig sein. 

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