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In Struppen wird wieder geblitzt

Bei einem Unfall im Oktober letzten Jahres wurde die stationäre Radarfalle zerstört. Jetzt gibt es Ersatz - auf Zeit.

Vorsicht Kamera: In Struppen-Siedlung wird seit dieser Woche wieder geblitzt.
Vorsicht Kamera: In Struppen-Siedlung wird seit dieser Woche wieder geblitzt. © Marko Förster

An der B 172 in Struppen-Siedlung sollten Autofahrer ab sofort wieder ganz genau auf ihren Tacho achten. Denn an der Bundesstraße gibt es wieder teure Fotos. Das Landratsamt hat in dieser Woche eine Radarfalle aufgestellt. Versteckt neben einer Hecke in Fahrtrichtung Königstein blitzt das Gerät alle Fahrzeuge, die schneller als die erlaubten 50 Stundenkilometer unterwegs sind.

Die mobile Radarfalle steht nur wenige Meter neben dem bisherigen stationären Blitzer. Dieser wurde im Oktober letzten Jahres bei einem Unfall umgefahren und zerstört. Eine VW-Fahrerin (57) krachte damals mitten auf der Verkehrsinsel mit dem Auto in den Blitzer. Seitdem war Struppen-Siedlung quasi blitzerfrei. Bis jetzt.

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Blitzer bleibt mehrere Tage im Einsatz

Dafür sorgt die neue Radarfalle, die voraussichtlich über mehrere Wochen in Struppen bleiben wird. Rund 150.000 Euro teuer ist der als Anhänger getarnte "Superblitzer", der seit Ende 2020 im Landkreis im Einsatz ist. Die Technik erfasst die Geschwindigkeit an Gefahrenstellen, bis zu zehn Tage am Stück. Auch in der Nacht und am Wochenende kann das Tempo gemessen werden.

Zuerst stand der neue Blitzer in Berggießhübel am Ladenberg, danach in Heidenau an der B172 sowie in Bannewitz an der B170. Zuletzt überraschte er Temposünder an der B173 in Höhe der Abfahrt Kesselsdorf.

Technik geschützt vor Vandalismus

Sehr beliebt ist der mobile Anhänger nicht. Schon mehrfach wurde er Ziel von Farbattacken. Mit schwarzer Farbe wurde das Schauglas beschmiert. Damit der Blitzer nicht durch Vandalismus zerstört werden kann, ist die Außenhülle abgedichtet. Zusätzlich ist der Hänger mit einem Alarmmodul ausgestattet.

Wie lange der "Superblitzer" in Struppen-Siedlung bleibt, verrät das Landratsamt nicht. Unsicher ist auch, ob der umgefahrene stationäre Blitzer ersetzt werden soll. Die Behörde prüfe das derzeit, heißt es.

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