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Aus für Heidenauer Jugendwerkstatt

Das Projekt der Awo in Heidenau hatte immer zu kämpfen. Viele Kämpfe hat es gewonnen, den letzten aber verloren.

Nach über 20 Jahren geschlossen: die Awo-Jugendwerkstatt in Heidenau.
Nach über 20 Jahren geschlossen: die Awo-Jugendwerkstatt in Heidenau. © Karl-Ludwig Oberthür

Nach über 20 Jahren ist die Jugendwerkstatt Elbe/Labe in Heidenau geschlossen worden. Auch so eine lange Zeit ist kein Garant für den Bestand. Die Werkstatt, ein Projekt der Awo Kinder- und Jugendhilfe gemeinnützige GmbH, hat über die lange Zeit vielen jungen Menschen geholfen, ihre berufliche Wege zu gehen. Sie war eine Hilfe für die, die oft anderswo nicht die Hilfe bekamen, die sie brauchten und die sie weiterbrachte. Schüler erlernten in der Werkstattschule, einem Projekt der Jugendwerkstatt, Fähigkeiten und entdeckten Berufe, um sich später besser entscheiden zu können. 

Da die Werkstattschule immer von Fördermitteln lebte, war ihr Fortbestehen davon abhängig. Die Werkstattschule stand so 2016 vor dem Aus. Damals half ein Widerspruch. Später schloss die Schule bereits. Nun gibt es auch für die Jugendwerkstatt insgesamt keine ESF-Fördermittel mehr, sagt Awo-Sprecherin Birgit Bach. Man habe die Werkstatt deshalb mit großem Bedauern Ende August schließen müssen. Die Werkstatt habe eine hervorragende sozialpädagogische Arbeit geleistet. Einen Ersatz dafür gibt es nicht. 

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Was wird mit Naturlehrpfad?

Die im August in der Werkstatt betreuten Jugendlichen wechselten in andere Projekte des Landkreises, den vier Mitarbeitern der Jugendwerkstatt wurden andere Tätigkeiten in der Arbeiterwohlfahrt angeboten, sagt Birgit Bach. 

Was mit dem Gebäude und dem 2006 eingeweihten Naturerlebnispfad wird, ist offen.  Er ist immer wieder erweitert worden. Die Werkstatt und ihr Umfeld wurden gern für Feiern genutzt, egal ob Familien oder Vereine wie zum Beispiel der Singekreis feierten hier.  Der Lehrpfad war zudem oft Ziel für Kinder- und Schülergruppen. Am Donnerstag hat Heidenaus Bürgermeister Jürgen Opitz (CDU) ein Gespräch mit der Awo, in dem es auch um die künftige Nutzung gehen soll. 

Auf dem Grundstück der Arbeiterwohlfahrt an der Dresdner Straße in Heidenau befindet sich auch die vor einem Jahr eingeweihte Betriebsstätte Heidenau der Awo Pirnaer Werkstätten. Hier haben hundert Menschen mit Behinderung einen Arbeitsplatz. 

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