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Kartoffeldiebe auf Gut Gamig

Unbekannte haben sich mit rund 80 Kilogramm eingedeckt. Und das ist nicht das erste Mal.

Rausgerissen und abgeerntet: Stefan Erbrecht mit dem, was die Diebe übrig ließen.
Rausgerissen und abgeerntet: Stefan Erbrecht mit dem, was die Diebe übrig ließen. © Norbert Millauer

Maximal eine Stunde brauchten zwei Leute, die acht mal zwölf Meter abzuernten. So schnell sind rund 80 Kilogramm Kartoffeln von einem Gut-Gamig-Feld verschwunden. Es war vorige Woche an einem späten Nachmittag, frühen Abend. Das Feld befindet sich zwar an der Straße, ist aber wegen einer Bergkuppe schwer einsehbar. Die Diebe konnten sich also in aller Ruhe nach Feierabend auf dem Gut bedienen. Und das ist nicht das erste Mal, sagt Stefan Erbrecht, Bereichsleiter Landwirtschaft in der Rehabilitations-Einrichtung.

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"Es ist an der Tagesordnung", sagt er. Obst wird regelmäßig einfach so von den Gutsplantagen gepflückt. Die Leute fahren mit dem Auto ran und bedienen sich, sagt Erbrecht. "Wenn wir sie darauf ansprechen, sagen sie, es ist ja nicht eingezäunt." Es sei aber erkennbar, dass es eine bewirtschaftete Fläche ist, die zum Gut gehört. Aber auch wenn man da alle 20 Meter ein Schild aufstellen würde, würde das wohl keinen Dieb abhalten.

Der Schaden: 175 Euro und die Moral

Auf Gut Gamig vermutet man, wer die Diebe sind. Es habe schon voriges Jahr entsprechende Beobachtungen gegeben. Weil man es aber nicht beweisen kann, will man auch keine Gerüchte streuen, sagt Erbrecht. Er wünscht sich, dass die Menschen im Umfeld ein bisschen aufmerksamer sind. Ihn bewegen nicht so sehr die etwa 175 Euro Verlust, auch wenn aus dem Erlös des Verkaufs von Obst, Gemüse und anderem die Löhne der Rehabilitanden und laufende Kosten bezahlt werden. "Es ist das moralisch Verwerfliche, dass es hier um Rehabilitanden und ihre Arbeit geht, das ist kein normaler Betrieb", sagt Erbrecht. "Und es geht auch nicht um ein paar Ähren, die sich jemand für einen Kranz am Feldrand pflückt."

Wer unbedingt Kartoffeln, Obst, Gemüse oder Handarbeitsartikel möchte, kann sie in Biomärkten der Region sowie nach wie vor auf Gut Gamig kaufen, trotz Baustelle vor dem Objekt sind alle Verkaufsmöglichkeiten zugänglich und geöffnet.

  • Werkstattladen: Montag bis Freitag, 8 bis 15.30 Uhr
  • Hofladen: jeden Donnerstag 12 bis 18 Uhr
  • Automat: rund um die Uhr

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