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Katastrophenübung an der Elbe

Johanniter-Rettungskräfte und Feuerwehr probten am Sonnabend den Ernstfall. Angenommen war ein Schiffsunglück auf der Elbe.

Die Versorgung mehrerer Verletzter wurde simuliert.
Die Versorgung mehrerer Verletzter wurde simuliert. © Daniel Förster

Eine groß angelegte Katastrophenübung mit verschiedensten Rettungskräften ist am Sonnabend in Heidenau absolviert worden. Das Szenario: ein Schiffsunglück auf der Elbe in Höhe Papierfabrik. Ein voll besetzter Ausflugdampfer war mit einem kleineren Passagierschiff kollidiert. Durch den Zusammenstoß entzündete sich der Öltank im Dampfer und explodierte. Einige Passagiere wurden über Bord geschleudert, einige hatten schwimmend das Ufer erreicht. Ein Großteil der Passagiere verblieb auf den Schiffen. Das Feuer auf dem Dampfer ist weitgehend unter Kontrolle und breitet sich nicht weiter aus. Zwei Schwerstverletzte mit vitaler Bedrohung, drei Schwerverletzte und vier Leichtverletzte galt es zu retten.

Feuerkräfte bei der Einsatzbesprechung an der Elbe in Heidenau.
Feuerkräfte bei der Einsatzbesprechung an der Elbe in Heidenau. © Daniel Förster

Ziel der Übung war es, dass die Helfer vom Sanitätsdienst der Johanniter an der Einsatzstelle eine Struktur aufbauen, zwei Patientenablagen einrichten, dass sie die Verletzten grob sichten und erst versorgen sowie die Feuerwehrleute in Transportaufgaben einbinden und den Abtransport von Patienten in Kliniken organisieren. Für die Feuerwehr war es zudem ein Training, mit den Transportmitteln des Katastrophenschutzes zurechtzukommen. Die übten, das Auf- und Abbauen einer Trage, lernten, wie Patienten möglichst schonend umgelagert und transportiert werden. Nicht zuletzt wurde das Zusammenspiel zwischen den Sanitätseinheiten Katastrophenschutz/ Rettungsdienst der Johanniter/Johanniter-Unfall-Hilfe und dem Löschzug Retten 1 als Feuerwehr-Katastrophenschutz-Komponente mit den Feuerwehren Berggießhübel, Lichtenhain und Heidenau im Landkreis geübt. Gast waren auch Freiwillige der Krisenintervention.

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Laut dem Zugführer des Katastrophenschutz-Einsatzzuges 1 Christian Eckhardt ist die Ausbildungsübung gut abgelaufen. Es wurden Fehler und Mängel aufgedeckt und nachbesprochen.

Auch in Corona-Zeiten ist eine praktische Ausbildung notwendig, um im Ernstfall koordiniert und strukturiert sogenannte Großschadenslagen zu bewältigen.

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